Kapazität des Impfzentrums wird ausgeweitet

03.12.2021

Entsprechend den Ankündigungen der Bayerischen Staatsregierung rüstet auch Main- Spessart die Impfkapazitäten im Landkreis weiter auf. Denn nur durch ein vermehrtes Impfen kann die vierte Corona-Welle gebrochen werden. Das Konzept sieht vor, wie bereits im vergangenen Jahr, wieder verstärkt vor Ort zu impfen. So ist sichergestellt, dass innerhalb einer kurzen Zeit eine hohe Zahl an Impfungen durchgeführt werden kann.

Voraussichtlich in der ersten Woche im Januar 2022 wird das Bayerische Impfzentrum Main-Spessart von Marktheidenfeld zurück in die Spessarttorhalle nach Lohr umziehen. Es zeichnet sich ab, dass die Räumlichkeiten im Klinikum Main-Spessart in Marktheidenfeld, für den zu erwartenden Ansturm der kommenden Monate nicht ausreichen. Es war die richtige Entscheidung, vorübergehend nach Marktheidenfeld zu ziehen“, so Landrätin Sabine Sitter. „So konnten wir im Sommer und Herbst weiterhin durchgehend Impfungen durchführen.“

Jetzt müssten jedoch die Kapazitäten wieder auf ein Maximum hochgefahren werden. „In Marktheidenfeld sind wir leider räumlich an der Kapazitätsgrenze“, erklärt die Landrätin. „Wir bereiten mit Hochdruck alles vor, damit wir möglichst viele Bürgerinnen und Bürger schnell impfen können, sobald wieder Impfstoff in großen Mengen zur Verfügung steht.“

Abläufe für Kinderimpfungen verbessern

Der Landkreis erwartet spezielle Kinderimpfstoff-Lieferungen frühestens ab 13. Dezember. Derzeit plant das Team des Impfzentrums, wie die von der Politik geforderten Kinderimpfungen durchgeführt werden können. Wenn das Impfzentrum wieder in Lohr angesiedelt ist, sollen gesondert ausgewiesene Bereiche für Kinder eingerichtet werden, um die Abläufe möglichst effizient zu gestalten.

Die Entscheidung, mit dem Impfzentrum wieder nach Lohr in die kreiseigene Spessarttorhalle umzusiedeln, machten sich die Verantwortlichen nicht leicht. „Wir sind uns bewusst, dass wir den Schulsport und die Vereine, insbesondere den Handballern des TSV Lohr, wieder einmal einschränken“, so Sitter. Es seien auch andere Möglichkeiten geprüft worden. „Eine Nutzung anderer Örtlichkeiten ist jedoch aufgrund der Begebenheiten leider nicht möglich.“ Die Schulen und der TSV wurden bereits über die Einschränkungen informiert.

In der Spessarttorhalle ist die komplette Infrastruktur vorhanden. Es gibt zum Beispiel ausreichend Parkplätze, Sanitär- und Lüftungsanlagen. Zudem kann die Halle barrierefrei genutzt werden. „Das Impfteam des BRK kann dort auf bekannte Strukturen zurückgreifen“, so die Landrätin. Und auch diejenigen Bürgerinnen und Bürger, die sich bereits in Lohr haben impfen lassen, kennen sich aus.