Energielage

Inhaltsverzeichnis


Liebe Bürgerinnen und Bürger 
im Landkreis Main-Spessart, der Krieg in der Ukraine hat Auswirkungen auf die Energieversorgung in Deutschland. Allerdings kommen wir in Bayern und Deutschland nach jetzigem Stand der Dinge (November 2022) mit hoher Wahrscheinlichkeit ohne Bundesland-übergreifende flächendeckende, länger andauernde Stromausfälle durch den Winter. Kürzere, regional begrenzte Ausfälle sind dagegen nicht ausgeschlossen.

Hier finden Sie die Antworten zu den häufigsten Fragen. Die Listen werden fortlaufend aktualisiert.
 

Was ist bei einem Stromausfall zu tun?
Zunächst mal: Bleiben Sie ruhig. 

Stellen Sie sicher, dass es Ihnen und Ihrer Familie gut geht. 
Überprüfen Sie, ob der Strom nur in Ihrer Wohnung ausgefallen ist (Kontrolle Sicherung/FI-Schalter, Nachbarn fragen).
Kümmern Sie sich um Nachbarn, die Hilfe benötigen.
 

Wo finde ich Hilfe?

Notruf:

  • Wählen Sie die 112
  • ärztlicher Notdienst: 116117
  • Telefon/Handy funktionieren nicht? Am örtlichen Feuerwehrhaus können Sie einen Notruf absetzen und Hilfe erhalten!
    Bei einem Stromausfall werden die betreffenden Feuerwehrhäuser als so genannte Leuchttürme bereits nach kurzer Zeit besetzt.

Durchsagen

Achten Sie auch auf Lautsprecherdurchsagen, die von Fahrzeugen der Feuerwehr oder der Polizei verbreitet werden. 

Flyer: Vorsorge für Krisenlagen - Stromausfall und Selbsthilfe 

2022-11-21_Flyer

(Flyer öffnen)

Allgemeine Informationen zur Vorsorge

Das Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe empfiehlt generell, so Vorsorge zu treffen, dass Sie 10 Tage ohne Einkaufen überstehen können. Die folgende Übersicht bildet ein Beispiel für einen zehntägigen Grundvorrat für eine erwachsene Person. Rund 2200 kcal decken im Regelfall den Gesamtenergiebedarf eines Tages ab. Berücksichtigen Sie bei Ihrer Planung persönliche Vorlieben, Diät-Vorschriften und Allergien. Ob und wieviel Sie vorsorgen, ist Ihre persönliche Entscheidung und Verantwortung.

www.bbk.bund.de/checklisteexterner Link

www.ernaehrungsvorsorge.deexterner Link

Diese Warn-Apps dienen der Warnung und Information der Bevölkerung:

  • NINA-Warn-Appexterner Link 

    NINA ist die Notfall-Informations- und Nach richten-App des Bundesamtes für Bevölkerungs schutz und Katastrophenhilfe (BBK). NINA warnt Sie deutschlandweit vor Gefahren, wie z. B. Un wettern, Hochwasser und anderen sogenannten Großschadenslagen.

  • Katwarnexterner Link
    KATWARN ist eine Service-App zur Übermittlung von Gefahren- und Katastrophenwarnungen innerhalb Deutschlands. Die App gewährleistet ortsbasierte Benachrichtigungen über Gefahrenmeldungen, wie Großbrände oder Extremwetter, und bietet dabei die Möglichkeit, sich immer für den aktuellen Standort und zusätzlich für sieben weitere, frei wählbare Orte informieren zu lassen.
  • WarnWetterexterner Link 
    Die WarnWetter-App informiert über aktuelle Wetter-Warnlagen für Deutschland bis auf Gemeindeebene.
  • Noraexterner Link
    Mit der kostenlosen Notruf-App nora erreichen Sie direkt die zuständigen Einsatzleitstellen von Polizei, Feuerwehr und Rettungsdienst - genauso, als würden Sie die Notrufnummern 110 oder 112 anrufen.

Soziale Angelegenheiten

Ein Anspruch auf Leistungen gem. SGB XII (Sozialhilfe) kann bestehen, wenn man eine Alters- oder Erwerbsunfähigkeitsrente bezieht oder ohne Rentenbezug die gesetzliche Altersgrenze erreicht hat. Menschen mit Behinderung können auch unterhalb der gesetzlichen Altersgrenze einen Anspruch auf Sozialhilfe haben, wenn sie nicht erwerbsfähig sind.

Die Regelsätze betragen derzeit:
449,00 € für eine alleinstehende Person
404,00 € für jeden Partner bei ehelichen/nichtehelichen Gemeinschaften

Für eine eigene Vorberechnung dahingehend, ob ein Anspruch bestehen könnte, sollte man für sich folgende Berechnung machen:

Regelsatz/Regelsätze
plus Unterkunftskosten
plus Heizkosten monatlich
plus Versicherungen monatlich
= sozialhilferechtlicher Bedarf
abzügl. Einkommen

Die Kosten für den (Haushalts)Strom sind in den Regelsätzen enthalten und können nicht extra berücksichtigt werden.

Sollte sich bei o. a. Berechnung herausstellen, dass das Einkommen nicht ausreicht, kann ein Anspruch auf Sozialhilfe bestehen. Für die Antragstellung können sich die Betroffenen an ihre örtliche Stadt- oder Gemeindeverwaltung wenden; dort sind die Sozialhilfeanträge vorrätig.

Zu beachten ist außerdem, dass für den Anspruch auf Sozialhilfeleistungen eine Vermögensfreigrenze von 5.000 € je volljähriger Person gilt; bei Vermögen über dieser Freigrenze muss geprüft werden, ob man selbst Abhilfe schaffen kann.

Bei Jahresabrechnungen für Heizkosten, bei denen es zu einer größeren Nachzahlung gekommen ist, kann ebenfalls ein Anspruch bestehen, hierfür einen Zuschuss zu erhalten.  Auch hier empfiehlt sich zur Vorprüfung die o. a. Berechnung. Sollte sich hierbei herausstellen, dass das Einkommen zwar für die laufenden Abschlagszahlungen ausreichend ist, nicht jedoch für den Nachzahlungsbetrag, sollte man sich bei der örtlichen Stadt- oder Gemeindeverwaltung bzw. beim Sozialamt erkundigen, ob eine Beihilfegewährung möglich ist.

Auch hier ist das Einkommen und Vermögen zu prüfen wie beim Antrag auf laufende Sozialhilfeleistungen.

Die Kosten für den (Haushalts)Strom sind in den Regelsätzen enthalten. Bei größeren Nachzahlungen aus der Jahresabrechnung müssen zunächst alle Selbsthilfemöglichkeiten ausgeschöpft werden, z. B. Ratenvereinbarung mit dem Stromversorger, Begleichung der Nachzahlung aus vorhandenem Vermögen u. ähnl. Erst wenn diese Selbsthilfemöglichkeiten ausgeschöpft sind, besteht unter bestimmten Voraussetzungen die Möglichkeit, ein Darlehen aus Sozialhilfemitteln zu erhalten.

Wer bereits laufend Sozialhilfe bezieht, muss seine Neben- und Heizkostenabrechnungen jeweils umgehend nach Erhalt beim Sozialamt vorlegen. Hierauf wird in den Bescheiden auch regelmäßig hingewiesen.

Weitere Hilfs- und Beratungsangebote

Die Bundesregierung hat heute im Kabinett auf Vorlage des Bundeswirtschafts- und Klimaschutzministeriums einen Entwurf für das Soforthilfegesetz für Gas und Wärme auf den Weg gebracht. Haushaltskunden sowie Unternehmen mit einem Jahresverbrauch bis zu 1,5 Mio. kWh sollen hiermit im Monat Dezember entlastet werden. Mit diesem Vorschlag setzt die Bundesregierung den ersten Teil der Empfehlungen des Zwischenberichts der von der Bundesregierung eingesetzten ExpertInnen-Kommission Gas und Wärme vom 10. Oktober 2022 um. Die gemeinsame Arbeitsgruppe des Bundeskanzleramts, des Bundesfinanzministeriums und des Bundeswirtschafts- und Klimaschutzministeriums arbeitet mit Hochdruck an der Umsetzung der weiteren Elemente, konkret der Gas- und Strompreise, die in einem nächsten Schritt verabschiedet werden soll. 

FAQ Liste - Soforthilfe im Gas und Wärmebereich (Bundesministerium für Wirtschaft & Klimaschutz)

Medizinische Hilfe und Beratung 


Bei Fragen rund um die Energielage wenden Sie sich an die Bürgerhotline unter 09353 793-0