Sonder-Impfaktion stößt auf große Resonanz

14.04.2021

Die Telefone im Landratsamt Main-Spessart liefen heiß am gestrigen Nachmittag. Unser Impfzentrum hatte Sonderzuteilungen des Impfstoffes von AstraZeneca erhalten. Da dieser Impfstoff zukünftig im Impfzentrum nicht mehr als Erstimpfung abgegeben wird, konnten die über 60-Jährigen dazu aufgerufen werden, sich für einen Termin noch in dieser Woche anzumelden. Zeitweise waren die Leitungen völlig überlastet. Viele Anrufer versuchten immer wieder durchzukommen. Insgesamt wurden 67.200 Anrufversuche bei der eigens für die Sonder-Impfaktion eingerichteten Hotline registriert. Das Landratsamt hatte mit einem großen Ansturm gerechnet, zusätzliche Leitungen geschaltet und rund 20 Mitarbeiter im Einsatz. Bis kurz vor 15 Uhr waren die 1.100 Impftermine bereits vergeben. Selbst von außerhalb des Landkreises gingen Anrufe ein, die einen der begehrten Termine ergattern wollte, allerdings nicht zum Zuge kamen, da sich das Angebot ausschließlich an Bewohnerinnen und Bewohner des Landkreises richtete. „Das war eine tolle Leistung, so viele Termine in so kurzer Zeit zu vergeben“, lobt der Verwaltungsleiter des Impfzentrums, Andreas Hafenrichter, das Engagement seiner Kolleginnen und Kollegen. „Wir bedauern aber, dass nicht alle Interessierten bei unserer Sonderaktion berücksichtigt werden konnten. Allerdings rechnen wir in den kommenden Wochen mit einer erhöhten Zuteilung für RNa-Impfstoffe von BioNTech und Moderna und dass die Impfstoffkampagne damit deutlich an Fahrt aufnehmen wird.“ 

Nun aber sind erst einmal die Mitarbeiter des Impfzentrums in der Lohrer Spessarttorhalle besonders gefordert. Sie müssen bis Freitag die zusätzlich vereinbarten Impftermine abarbeiten.  

AstraZenca kommt nur noch in den Praxen der niedergelassenen Ärzte zum Einsatz. Davon ausgenommen sind die bereits vereinbarten Zweitimpfungen der über 60-Jährigen mit diesem Impfstoff. Die unter 60-Jährigen erhalten – wie berichtet – die Zweitimpfung mit einem RNa-Impfstoff (BioNTec, Moderna).