Geringe Lockerungen im Landkreis

10.03.2021
Das gilt im Landkreis Main-Spessart ab 8. März.

Die Zwölfte Bayerische Infektionsschutzmaßnahmenverordnung, die seit 8. März in Kraft ist, sieht Lockerungen in Abhängigkeit vom Inzidenzwert vor. Liegt die 7-Tages-Inzidenz in Landkreisen oder kreisfreien Städten unter 100 sind erste Öffnungsschritte möglich. Weitergehende Lockerungen gibt es, wenn die Schwellenwerte von 50 bzw. 35 unterschritten werden. Maßgeblich für die Inzidenzeinstufung ist der Wert an drei aufeinanderfolgenden Tagen. Die Regelungen gelten dann am folgenden Tag der Bekanntmachung der Über- oder Unterschreitung eines Grenzwertes im Amtsblatt.  

50 bis 100

Damit ergeben sich folgende Änderungen: 

  • Kontaktbeschränkungen:
    Es dürfen sich wieder Angehörige aus zwei Hausständen - maximal aber nur fünf Personen - treffen. Nicht in die Gesamtzahl mit eingerechnet werden weiterhin die zu diesen Hausständen gehörenden Kinder unter 14 Jahren. 
     
  • Schulen und Kindertageseinrichtungen 
    Hier sind inzidenzabhängige Öffnungsmöglichkeiten ab dem 15. März vorgesehen. Für den Schulbetrieb gibt das Landratsamt nach dem jeweils aktuellen Stand der Veröffentlichung des Robert Koch-Instituts nunmehr immer freitags die maßgebliche Inzidenzeinstufung für Main-Spessart bekannt. Diese und die damit verbundenen Regelungen gelten dann für die darauffolgende Kalenderwoche von Montag bis zum Ablauf des folgenden Sonntags. 
     
  • Einzelhandel:
    Zusätzlich zu den bereits geöffneten Geschäften wie beispielsweise Lebensmittelmärkte, Drogerien, Apotheken, Garten- und Baumärkten ist nun zusätzlich die Öffnung von Ladengeschäften für einzelne Kunden nach vorheriger Terminbuchung für einen fest begrenzten Zeitraum zulässig (sog. Click & Meet). Die Zahl der gleichzeitig im Ladengeschäft anwesenden Kunden richtet sich nach der Verkaufsfläche: Je 40 m² ist nur ein Kunde erlaubt. Außerdem hat der Betreiber die Kontaktdaten der Kunden zu erheben. 
     
  • Sport:
    Kontaktfreier Sport ist unter Beachtung der Kontaktbeschränkung (2 Hausstände, maximal 5 Personen) sowie zusätzlich unter freiem Himmel in Gruppen von bis zu 20 Kindern unter 14 Jahren erlaubt. 
     
  • Kulturstätten:
    Museen, Ausstellungen, Gedenkstätten und vergleichbare Kulturstätten können nach vorheriger Terminbuchung unter folgenden Voraussetzungen öffnen:
    a) Die zulässige Besucherzahl bestimmt sich nach dem vorhandenen Besucherraum, bei dem ein Mindestabstand von 1,5 m zuverlässig gewahrt wird. 
    b) Besucher müssen eine FFP2-Maske tragen. 
    c) Der Betreiber muss ein Schutz- und Hygienekonzept ausarbeiten und dieses auf Verlangen der zuständigen Kreisverwaltungsbehörde vorlegen. 
    d) Die Besucher müssen ihre Kontaktdaten angeben. 
     
  • Bibliotheken:
    Können geöffnet werden, sofern ein Schutz- und Hygienekonzept ausgearbeitet ist, das auf Verlangen der zuständigen Kreisverwaltungsbehörde vorgelegt werden muss. 
     
  • Gastronomie:
    Hier sind inzidenzabhängige Öffnungsmöglichkeiten frühestens ab dem 22. März vorgesehen. Wir informieren zu gegebener Zeit. 

Der Geltungsbereich für die Maskenpflicht und das Alkoholverbot auf öffentlichen Plätzen, der in der Allgemeinverfügung für den Landkreis Main-Spessart festgelegt ist, bleibt im Wesentlichen bestehen. 

Angesichts der aktuell wieder steigenden Fallzahlen ist Zurückhaltung angesagt. Deshalb appelliert Landrätin Sabine Sitter: „Auch wenn jetzt wieder etwas mehr Bereiche geöffnet werden, bitte ich Sie, die neuen Regelungen nicht auszureizen und weiterhin auf die strikte Einhaltung der AHA-Regeln zu achten. Wenn möglich, bleiben Sie bitte zuhause!“