Inklusionspreis für die Wirtschaft 2021

23.02.2021
Potenziale von Menschen mit Behinderungen sichtbar machen – das ist das Ziel des Inklusionspreises für die Wirtschaft. Gesucht werden beispielhafte Projekte zur Einstellung und Ausbildung von Menschen mit Behinderungen, zur Weiterbeschäftigung von leistungsgewandelten Mitarbeitenden oder zum Erhalt der Beschäftigungsfähigkeit.

Der Preis wurde initiiert von der Bundesagentur für Arbeit, der Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände, der Charta der Vielfalt sowie vom Unternehmens Forum. Schirmherr des Inklusionspreises für die Wirtschaft 2021 ist der Bundesminister für Arbeit und Soziales, Hubertus Heil.

Das Thema hat viele Facetten. So werden die meisten körperlichen Behinderungen erst im Laufe des Lebens durch Unfälle oder Krankheiten erworben. „Es ist daher auch wichtig, Menschen, die durch einen Arbeitsunfall oder durch eine Berufskrankheit ihre Arbeit nicht mehr ausüben können, eine Perspektive für den beruflichen Wiedereinstieg zu geben“, betont Elena Reinhard, die Behindertenbeauftragte des Landkreises. Sie kennt aus Ihrer Tätigkeit die Probleme behinderter Menschen in der Arbeitswelt. „Viele Eltern wenden sich ratsuchend an mich, wenn ihre Kinder, die durch eine Behinderung nur eingeschränkt arbeitsfähig sind, nach dem Schulbesuch ohne die Aussicht auf eine Berufstätigkeit dastehen. Arbeit ist beides, so Reinhard, Geld verdienen und Teilhabe am gesellschaftlichen Leben. Doch in unserer heutigen komplexen Arbeitswelt gibt es leider immer weniger Tätigkeiten, die auch mit einer Behinderung ausgeübt werden können.“ So zahlen viele Arbeitgeber lieber eine Abgabe, als zu versuchen die Inklusion zu leben. „Doch, so Reinhard, es braucht Unternehmen, die Barrieren überwinden und Potenziale erkennen“.

„Soziale Aspekte sollten auch bei einer Stellenbesetzung immer berücksichtigt werden“, unterstreicht Landrätin Sabine Sitter. „Immer da, wo wir Teilhabe fördern, wirken wir einer gesellschaftlichen Spaltung entgegen, das ist für unser soziales Klima enorm wichtig.“ Sie hofft, dass der Inklusionspreis viele gute Beispiele öffentlich macht und damit Unternehmen Mut gibt in diesem Bereich neue Wege zu gehen.

Unternehmen können sich bis zum 31. März 2021 bewerben. Die Preisverleihung findet Anfang November statt. Weitere Informationen unter www.inklusionspreis.deexterner Link.

Bei Fragen können Sie sich an die kommunale Behindertenbeauftragte des Landkreises Elena Reinhard unter der Telefonnummer 0 93 53 / 793 – 14 62 oder per E-Mail: Elena.Reinhard@Lramsp.de wenden.