„Agenda 21 Kino“ im Juli „Die Migrantigen“

Der nächste Film im Rahmen des Agenda 21 Kinos trägt den Titel „Die Migrantigen“. In diesem Dokumentarfilm von 2017 (99 Min.) täuschen zwei Freunde für eine TV-Doku-Serie vor, arbeitslose Kleinkriminelle mit Migrationshintergrund zu sein, bis sich das Blatt wendet und sie von ihrer erfundenen Wirklichkeit eingeholt werden.

Marko und Benny, zwei Wiener mit sogenanntem „Migrationshintergrund“, sind vollständig integriert. So sehr, dass sie kaum noch als fremd wahrgenommen werden – wären da nicht Bennys schwarze Haare. Als die beiden aufgrund ihres Aussehens am Rudolfsgrund, einem ethnisch durchmischten Vorstadtviertel, von der ambitionierten TV-Redakteurin Marlene Weizenhuber, die nach Protagonisten für ihre TV-Dokuserie sucht, angesprochen werden, geben sie sich als kleinkriminelle und abgebrühte Migranten aus, die es faustdick hinter den Ohren haben.

Damit ihre Lüge nicht auffliegt, bauen sie sich eine zweite Identität, die aus Klischees und Vorurteilen besteht. Und während die beiden durch die Erfüllung dieser Erwartungen und Vorurteile die Serie zum Erfolg machen, setzen sie sich gleichzeitig zum ersten Mal mit den echten Integrationsschicksalen auseinander – auch mit ihren eigenen. Eine politisch unkorrekte Komödie über moderne Klischees, falsche Identitäten und „echte“ Ausländer – falls es die überhaupt gibt!
Die Burg-Lichtspiele Karlstadt zeigen den Film am 12. Juli um 20 Uhr mit anschließender Diskussion mit der Leiterin der VHS Karlstadt sowie am 15. Juli um 17 Uhr. Im Movie Lichtspielhaus Marktheidenfeld wird der Film am 29. Juli um 12 Uhr und am 31. Juli um 18.30 Uhr gezeigt.

Für hörgeschädigte Menschen ist nach vorheriger Anmeldung bei der Agendabeauftragten Ilse Krämer, Tel.: 0 93 53 / 793 – 17 58, E-Mail: Ilse.Kraemer@Lramsp.de die Nutzung einer mobilen induktiven Höranlage möglich. Die Kinovorführung ist dank Sponsoren zu einem Sonderpreis von 5,- € zu besuchen.

18-07-06 Foto Die Migrantigen
Foto (Verleih)