Coronavirus - aktuelle Informationen der Wirtschaftsförderung

Die Ausbreitung des Coronavirus (SARS-CoV-2) stellt die Wirtschaft vor große Herausforderungen. Hier finden Unternehmen eine Zusammenstellung der wichtigsten Unterstützungsangebote.


Corona-Überbrückungshilfe des Bundes
Als Nachfolgeprogramm der Corona-Soforthilfe richtet sich das Bundesprogramm an Unternehmen - einschließlich Sozialunternehmen - aller Wirtschaftsbereiche, sowie Soloselbständige und Angehörige der Freien Berufe im Hauptererwerb. Der Bund hat mittlerweile die Verlängerung der Überbrückungshilfe beschlossen. Die zweite Phase der Überbrückungshilfe umfasst die Fördermonate September bis Dezember 2020.
Antworten auf die wichtigsten Fragen finden Sie unter www.stmwi.bayern.de/ueberbrueckungshilfe-coronaexterner Link.
Die Antragstellung erfolgt über das Portal www.ueberbrueckungshilfe-unternehmen.deexterner Link und ist voraussichtlich noch im Oktober möglich. 
IHK-Überbrückungshilfe-Hotline Bayern: 089/5116-1111


Bundesprogramm "Ausbildungsplätze sichern"
Die Corona-Krise erschwert es vielen Ausbildungsbetrieben, weiterhin junge Menschen als Fachkräfte von morgen auszubilden. Daher können Arbeitgeberinnen und Arbeitgeber die Ausbildungsprämie oder andere Förderungen aus dem Bundesprogramm „Ausbildungsplätze sichern“ beantragen. Das Förderprogramm richtet sich an kleine und mittlere Unternehmen (KMU), die von der Corona-Krise betroffen sind. Es hat diese Ziele:

  • Ausbildungsplätze erhalten (Ausbildungsprämie)
  • zusätzliche Ausbildungsplätze schaffen (Ausbildungsprämie plus)
  • Kurzarbeit für Auszubildende vermeiden (Zuschuss zur Ausbildungsvergütung)
  • Übernahme bei Insolvenzen fördern (Übernahmeprämie)

Alle weiteren Informationen zum Förderprogramm sowie die Antragsunterlagen finden Sie bei der Bundesagentur für Arbeit.externer Link Antworten auf die wichtigsten Fragen finden Sie hierexterner Link.
Im Rahmen einer zweiten, noch folgenden Förderbekanntmachung werden auch diejenigen KMU, überbetrieblichen Berufsbildungsstätten oder andere etablierte Ausbildungsdienstleister gefördert, die zeitlich befristet die Ausbildung für Firmen übernehmen, die diese pandemiebedingt temporär nicht fortsetzen können (Auftrags- und Verbundausbildung). 


Eigenkapitalschild Mittelstand Bayern // Startup Shield Bayern
Kleine und mittlere Unternehmen der gewerblichen Wirtschaft mit einem wettbewerbsfähigen Geschäftsmodell, die durch die Coronakrise in finanzielle Probleme geraten sind, können mit den Beteiligungsangeboten des Freistaats ihr Eigenkapital stärken. Das Angebot orientiert sich an der jeweiligen Unternehmenssituation und wird in zwei Teilprogrammen ausgereicht: Der Eigenkapitalschild Mittelstand Bayernexterner Link richtet sich an traditionelle mittelständische Unternehmen mit einem Gruppenumsatz von maximal 75 Millionen Euro. Der Startup Shield Bayernexterner Link ist für technologieorientierte und innovative Start-ups mit skalierbaren Geschäftsmodellen gedacht.


BayernFonds
Der BayernFonds richtet sich an Unternehmen der Realwirtschaft, deren Bestandsgefährdung erhebliche Auswirkungen auf die Wirtschaft, die technologische oder wirtschaftliche Souveränität, Versorgungssicherheit, kritische Infrastrukturen oder den Arbeitsmarkt in Bayern hätte. Das Programm unterstützt diese Unternehmen über Garantien und Rekapitalisierungen, ihre Kapitalbasis zu stärken und Liquiditätsengpässe zu überwinden.

Darüber hinaus sind mindestens zwei der drei folgenden Kriterien im letzten abgeschlossenen Geschäftsjahr vor dem 1. Januar 2020 zu erfüllen:

  • Bilanzsumme von mehr als 10 Millionen Euro,
  • mehr als 10 Millionen Euro Umsatzerlöse,
  • mindestens 50 Arbeitnehmer.

Start-ups, die seit dem 1. Januar 2017 in mindestens einer abgeschlossenen Finanzierungsrunde von privaten Kapitalgebern mit einem Unternehmenswert von mindestens 5 Millionen Euro einschließlich des durch diese Runde eingeworbenen Kapitals bewertet wurden, sind ebenfalls antragsberechtigt.

Alle weiteren Informationen zum BayernFonds finden Sie hierexterner Link.


Spielstättenprogramm
Unterstützt werden kulturelle Spielstätten, die von der durch die COVID-19-Virus ausgelösten Pandemie wirtschaftlich geschädigt sind und die jeweils nachweisen können, dass der Betrieb einer kulturellen Spielstätte ihr hauptsächlicher Unternehmenszweck ist und dass die Spielstätte ihren Sitz in Bayern hat.
Antragsberechtigt sind:

  • Unternehmen, die als Träger von kulturellen Spielstätten wirtschaftlich und dauerhaft am Markt tätig sind
  • im Haupterwerb Soloselbstständige und selbständige Angehörige der Freien Berufe als Träger von kulturellen Spielstätten
  • Körperschaften des Non-Profit-Sektors (z.B. gGmbHs, Vereine), die im Rahmen ihrer wirtschaftlichen Betriebe kulturelle Spielstätten unterhalten
  • kleine und mittlere kulturelle Spielstätten mit Sitz in Bayern, die weder öffentlich getragen noch institutionell gefördert werden

Alle weiteren Informationen zum Stabilisierungsprogramm des Freistaats Bayern sowie den Online-Antrag finden Sie hierexterner Link.


Neustart Kultur
Das Programm zielt auf einen Neustart des kulturellen Lebens in Deutschland in Zeiten von Corona und danach, indem Kultureinrichtungen und -akteure zur Wiedereröffnung ihrer Häuser, Programme und Aktivitäten ertüchtigt werden. Dadurch sollen neben der dringend notwendigen Wiedergewinnung eines vielfältigen Kulturangebots gleichzeitig wieder eine Beschäftigungs- und Erwerbsperspektive für Kulturschaffende entstehen. NEUSTART KULTUR unterteilt sich dabei in vier Programmteile (Pandemiebedingte Investitionen, Stärkung der Kulturinfrastruktur, alternative Kulturangebote, Kompensation pandemiebedingter Einnahmeverluste). Hinter den vier Teilprogrammen stehen wiederum viele einzelne Programmlinien, die auf die spezifischen Bedarfe der unterschiedlichen Sparten in Kultur und Medien zielen. Eine Kurzübersicht finden Sie hierexterner Link.
Ausführliche Informationen zum Konjunkturprogramm für den Medien- und Kulturbereich erhalten Sie hierexterner Link.


Finanzierungshilfen Freistaat Bayern (LfA, Bürgschaftsbank) 
Die LfA Förderbank Bayern unterstützt Unternehmen bei der Bewältigung der Corona-Krise mit Krediten und Risikoübernahmen. Neben einem Universal- und Akutkredit bietet die LfA einen Corona-Schutzschirm-Kredit, einen Innovationskredit 4.0, einen Corona-Kredit für Gemeinnützige sowie einen LfA-Schnellkredit (für Unternehmen mit bis zu 10 Mitarbeitern) an. Außerdem werden Bürgschaften gewährt und es besteht die Möglichkeit zur Tilgungsaussetzung und Stundung bei laufenden Krediten.
Einen Überblick über das Förderinstrumentarium der LfA Förderbank Bayern finden Sie hierexterner Link.      
Hotline der LfA-Förderberatung: 089 21 24 10 00

Für Handwerker, den Handel, das Hotel- und Gaststättengewerbe sowie Gartenbaubetriebe steht das Bürgschaftsangebot der Bürgschaftsbank Bayern GmbHexterner Link zur Verfügung.


Finanzierungshilfen Bund (KfW)
Um die Liquidität zu verbessern und laufende Kosten zu decken, haben Unternehmen, Selbstständige und Freiberufler auch die Möglichkeit, unterschiedliche KfW-Kredite zu erhalten: KfW-Schnellkredit für Unternehmen mit mehr als 10 Mitarbeitern,  KfW-Kredit für Unternehmen, die länger als 5 Jahre am Markt sind, KfW-Kredit für junge Unternehmen, die weniger als 5 Jahre am Markt sind (ERP-Gründerkredit), KfW-Konsortialfinanzierung.
Einen Überblick über das Förderinstrumentarium der KfW finden Sie hierexterner Link
Hotline der KfW für gewerbliche Kredite: 0800 539 9001
  

Kurzarbeit
Vor dem Hintergrund der Corona-Krise wurde der Zugang zum Kurzarbeitergeld erleichtert. Betriebe, die aufgrund der Auswirkungen der Corona-Pandemie Kurzarbeitergeld beantragen möchten, müssen die Kurzarbeit zuvor bei der Agentur für Arbeit melden. Diese prüft dann, ob die Voraussetzungen für die Leistung erfüllt sind. Hat die zuständige Arbeitsagentur festgestellt, dass das Unternehmen die Voraussetzungen erfüllt, kann es Kurzarbeitergeld online beantragen.
Die zuständige Agentur für Arbeit Würzburgexterner Link, Geschäftsstelle Lohr ist unter folgender Hotline-Nummer zu erreichen: 0931 7949 222.
Alternativ berät die vbw - Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft e. V.externer Link in Sachen Kurzarbeitergeld und auch die IHK Würzburg-Schweinfurtexterner Link hält wertvolle Informationen bereit.

Der Antrag auf Kurzarbeitergeld kann hierexterner Link gestellt werden:


Steuerpolitische Hilfen
Einkommen-, Körperschaft- und Umsatzsteuer können gestundet sowie Vorauszahlungen der Gewerbesteuer auf null gesetzt werden.
Einen Überblick über steuerliche Maßnahmen für Corona-Betroffene bietet das Bayerische Finanzministeriumexterner Link sowie das Bayerische Landesamt für Steuernexterner Link  
Das offizielle Antragsformular auf Steuererleichterungen aufgrund der Auswirkungen des Coronavirus finden Sie hierexterner Link.


Stundung von Sozialversicherungsbeiträgen
Neben Steuern besteht für Betriebe auch die Möglichkeit, Sozialversicherungsbeiträge stunden zu lassen. Hierfür müssen sich die betroffenen Unternehmen an ihre jeweils zuständige Krankenkassen wenden.


Grundsicherung / Arbeitslosengeld II
Für die Sicherung des Lebensunterhalts steht auch Selbstständigen die Grundsicherung, also Arbeitslosengeld II zur Verfügung. Dafür muss keine Arbeitslosmeldung erfolgen und auch die Selbstständigkeit muss nicht aufgegeben werden.
Antworten auf die wichtigsten Fragen rund um das Thema Grundsicherung finden Sie hierexterner Link.


Hilfen für die Landwirtschaft
Unternehmen der Landwirtschaft, des Wein- und des Gartenbaus können zur Deckung ihres Liquiditätsbedarfs über ihre Hausbank ein Darlehen bei der Rentenbankexterner Link beantragen.


Hilfen für das Gastgewerbe
Auch der Bayerische Hotel- und Gaststättenverband DEHOGA Bayern e.V. (BHG)externer Link informiert umfassend über Unterstützungsmöglichkeiten für Gastronomie und Hotelgewerbe.
Die gemeinsamen Handlungsempfehlungen des Bayerischen Staatsministeriums für Wirtschaft, Landesentwicklung und Energie und des Bayerischen Staatsministeriums für Gesundheit und Pflege zum Wiederhochfahren der gastgewerblichen Betriebe in Form eines Hygienekonzepts finden Sie hierexterner Link.
Die gemeinsamen Handlungsempfehlungen des Bayerischen Staatsministeriums für Wirtschaft, Landesentwicklung und Energie und des Bayerischen Staatsministeriums für Gesundheit und Pflege zum Wiederhochfahren von Beherbergungsbetrieben und für die touristische Vermietung von Wohneinheiten in Form eines Hygienekonzepts finden Sie hierexterner Link.


Hilfen für den Handel und Werbegemeinschaften
Mit der Initiative Bayern hilft Händlernexterner Link wurden Angebote geschaffen, um die Geschäftstätigkeit des Handels zu sichern und Werbegemeinschaften bei der Umsetzung von Maßnahmen zu unterstützen.
 

Rechtsgrundlagen
Über die Rechtsgrundlagen der Corona-bedingten Maßnahmen sowie konkrete Handlungsempfehlungen informiert ausführlich das Bayerische Gesundheitsministerumexterner Link


Weitere Hotlines für Unternehmen


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