Minijobs – Da ist mehr für Sie drin!

In Deutschland gibt es derzeit mehr als sieben Millionen geringfügig Beschäftigte. Über vier Millionen Personen sind hiervon ausschließlich geringfügig beschäftigt (Stand Juni 2018). Etwa zwei Drittel davon sind Frauen.

Frauen unterbrechen vor allem aufgrund von Familienaufgaben häufig ihre Erwerbstätigkeit und kehren danach nicht selten über Minijobs ins Berufsleben zurück.

Gerade Minijobs können sich jedoch als berufliche Sackgasse erweisen. Oft verbleiben Frauen mehrere Jahre in geringfügiger Beschäftigung und berufliche Aufstiegschancen werden verbaut. Minijobs sind zudem häufig mit niedrigen Stundenlöhnen verbunden. Das Gehalt reicht dann weder zur eigenen Existenzsicherung, noch zum Aufbau einer angemessenen Rente.

Sinnvoll sind Minijobs hauptsächlich für Schüler/-innen, Studierende, Rentner/innen und alle Personen, die anderweitig ausreichend abgesichert sind. Für diejenigen, die von ihrem Lohn leben müssen, eine dauerhafte berufliche Perspektive suchen oder sich eine angemessene Altersversorgung erarbeiten möchten, sollte eine sozialversicherungspflichtige Beschäftigung das Ziel sein.

Die Gleichstellungsbeauftragte des Landkreises Main-Spessart, Birgit Seubert, und die Beauftragte für Chancengleichheit am Arbeitsmarkt des Jobcenters Main-Spessart, Christina Bloch, haben eine kostenlose Infobroschüre herausgegeben, mit der sie geringfügig Beschäftigten, aber auch Arbeitgeberinnen und Arbeitgebern gerne einen größeren Durchblick durch den Dschungel von Vorschriften und Gesetzen zum Thema Minijob geben möchten. Die kostenlose Broschüre kann angefordert werden im Landratsamt Tel. 09353 – 793 1012 und im Jobcenter Tel. 09353 – 9841 0. Außerdem bei der Arbeitsagentur und in den Familienzentren und bei allen Städten, Märkten, Gemeinden und Verwaltungsgemeinschaften im Landkreis.

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