Alternative Mobilität

Workshop GemündenUnter dem Motto „Bürger fahren für Bürger“ haben sich deutschlandweit in den letzten Jahren viele Initiativen auf den Weg gemacht, um die Mobilität insbesondere für die wachsende Gruppe älterer Menschen im ländlichen Raum zu verbessern. Die auf ehrenamtlichem Engagement basierenden Bürgerbusse stellen eine Ergänzung zum ÖPNV dar und fahren gezielt wichtige Haltepunkte wie Einkaufsmöglichkeiten, Ärzte, aber auch schlecht erreichbare Wohngebiete oder Stadt-/Ortsteile an. Auch in einigen Kommunen im Landkreis Main-Spessart wurde der Bedarf erkannt und erste Überlegungen zur Einrichtung eines Bürgerbusses angestellt.

Die Aktualität des Themas zeigte sich am großen Teilnehmerkreis des vom Regionalmanagement des Landkreises organisierten Workshops „Auf dem Weg zum Bürgerbus“: 37 Interessierte aus verschiedenen Gemeinden, darunter BürgermeisterInnen, Kreisräte und Seniorenbeiräte, besuchten den halbtägigen Workshop am 7. Juli 2015 im Gemündener Rathaus, um sich intensiv mit der Frage „Wie initiiere ich einen erfolgreichen Bürgerbus?“ zu beschäftigen.

Zum Einstieg präsentierte Bürgermeisterin Anita Feuerbach mit dem bereits seit 2003 fahrenden Bürgerbus in Zell a.Main ein gelungenes Beispiel. Als Hauptreferent konnte der Vorsitzende von Pro Bürgerbus NRW, Franz Heckens, gewonnen werden, der aus langjähriger Erfahrung mit insgesamt 120 Bürgerbus-Projekten in Nordrhein-Westfalen wichtige Grundlagen vermitteln und wertvolle Tipps geben konnte. Rechtliche und organisatorische Fragen der Teilnehmer wurden beantwortet, und auch der Austausch zwischen den Gemeinden kam nicht zu kurz. So gaben vor allem die Mitglieder des Bürgerbus-Vereins aus Kreuzwertheim, dessen Bus am 2. Juli 2015 seine erste Runde drehte, ihre Erfahrungen an die anderen Teilnehmer weiter.

„Auf dem Weg zum Bürgerbus“ Programm 7. Juli 2015„Auf dem Weg zum Bürgerbus“ Programm 7. Juli 2015, 395 KB


Nützliche Links zum Thema:

Es gibt die unterschiedlichsten Organisationsformen für Bürgerbusse und die damit zusammenhängenden rechtlichen Vorgaben. Zum Beispiel handelt es sich in Nordrhein-Westfalen um Bürgerbusse die eine reguläre ÖPNV-Leistung darstellen; Busunternehmer betreiben den Bürgerbus mit ehrenamtlichen Fahrern.