Selbstorganisierte gemeinschaftliche Wohnformen als Alternative für die Generation 50+

Bild Herbstzeitlosen

 

Die Idee:

In Zeiten des demographischen Wandels stellt sich jedem von uns die Frage, wie das zukünftige Wohnen im fortgeschrittenen Alter aussehen könnte. Welche Wohn-Alternativen gibt es, neben dem Verbleib im eigenen Haus oder dem Umzug in eine Senioreneinrichtung? Wie kann ich vorausschauend aktiv werden und mir die Wohnumgebung schaffen, die ich mir für später wünsche? Eine Möglichkeit können selbstorganisierte gemeinschaftliche Wohnprojekte sein, wie z.B. Mehrgenerationenwohnen oder Seniorenwohngemeinschaften. .

Das Prinzip:

Jeder hat seine eigene Wohnung, daneben gibt es Gemeinschafträume, die von allen genutzt werden. In einer solchen Gemeinschaft ist Nachbarschaftshilfe selbstverständlich, Einsamkeit kommt nicht auf. Dabei sind alle Abläufe von den Bewohnern selber organisiert. Auch auf dem Land könnten derartige Wohnprojekte ein zukunftsfähiges Modell darstellen, das im Idealfall selbstbestimmtes Seniorenwohnen mit einer Belebung des Innenortes verbindet.

Bei einer Impulsveranstaltung am 7. April 2017 wuden erste Grundlagen der Herangehensweise an ein gemeinschaftliches Wohnprojekt vermittelt.

Hauptreferentin war Helene Rettenbach, die sich als Beraterin, Moderatorin und Buchautorin seit vielen Jahren mit dem Thema Wohnformen im Alter beschäftigt und selbst in einem gemeinschaftlichen Wohnprojekt lebt. Daneben wurden zwei Beispiele bereits umgesetzter Wohnprojekte vorgestellt.

Für Interessierte, die sich vorstellen könnten ein Wohnprojekt zu gründen, hat das Regionalmanagement des Landkreises Main-Spessart im Nachgang zur Veranstaltung einen Leitfaden zum gemeinschaftlichen Wohnen zusammengestellt, der die wesentlichen Schritte von der ersten Idee bis zur Umsetzung aufzeigt.

Titelseite Leitfaden

 

Der Leitfaden ist unter: Regionalmanagement@Lramsp.de kostenlos zu bestellen.

Blätterkatalog "Wohnprojekte für die Generation 50+externer Link

 

 

 

NEU: Stammtisch generationsübergreifendes Wohnprojekt Main-Spessart

Das Regionalmanagement Main-Spessart hat das Thema erneut aufgegriffen und als Impuls für Interessierte eine Exkursion zu einem bestehenden Wohnprojekt in Würzburg-Oberdürrbach organisiert. Am Ende der Besichtigung und nach einem informativen Austausch war klar: Das Interesse an gemeinschaftlichem Wohnen ist da, doch bis ein Wohnprojekt realisiert ist, ist es ein langer Weg. Um einen Einstieg zu finden, entstand die Idee, den Stammtisch „Wohnprojekt Main-Spessart“ ins Leben zu rufen. Ein erstes unverbindliches Treffen hat Menschen jeden Alters miteinander ins Gespräch gebracht, die an gemeinschaftlichen Wohnformen Interesse haben. Vielleicht entsteht in der Runde die Idee für ein konkretes Wohnprojekt. Initiatorin ist Sabine Helfrich, Karlstadt, sabine.helfrich@yahoo.de.

Bildnachweis: Die Herbstzeitlosen Wohngemeinschaft 50 plus e.V.