Internationaler Tag gegen Gewalt an Frauen

Am 25. November ist der „Internationale Tag zur Beseitigung von Gewalt gegen Frauen“. Ein jährlicher Gedenk- und Aktionstag zur Bekämpfung von Diskriminierung und Gewalt jeder Form gegenüber Frauen und Mädchen. Aus diesem Anlass lädt die Gleichstellungsbeauftragte des Landkreises Main-Spessart gemeinsam mit ihren Kolleginnen aus Kitzingen, Stadt und Landkreis Würzburg an diesem Tag zu einem Online-Vortrag über „FGM-Weibliche Genitalverstümmelung“ ein. Ziel ist es, durch Aufklärung und Information Mädchen und junge Frauen vor weiblicher Genitalverstümmelung zu schützen und Betroffenen Hilfe anzubieten.

Die Referentin Fadumo Korn, Vorsitzende von NALA e.V. München, setzt sich mit ihrem Verein gegen weibliche Genitalverstümmelung in Deutschland ein und wird in ihrem Vortrag dazu grundlegend informieren. Weibliche Genitalverstümmelung (Female Genital Mutilation - FGM) ist eine schwere Menschenrechtsverletzung und nimmt Mädchen und Frauen ihr Recht auf körperliche Unversehrtheit und sexuelle Selbstbestimmung. Für die Betroffenen ist diese Verletzung mit lebenslangen körperlichen und seelischen Folgen verbunden.
 
Bundesfrauenministerin Franziska Giffey hat im Juni 2020 die aktuellen Zahlen für Deutschland zu weiblicher Genitalverstümmelung vorgestellt: So sind in Deutschland knapp 68.000 Mädchen und Frauen betroffen. Weltweit wurden über 200 Millionen Frauen und Mädchen einer weiblichen Genitalverstümmelung unterzogen, geschätzte drei Millionen Mädchen sind von ihr bedroht.

Aufgrund der Corona-Pandemie findet dieser Vortrag ausschließlich online über TeamViewer am Mittwoch, 25.11.2020 von 10.00 – 11.30 Uhr statt. Anmeldungen sind bis zum 23. November unter VeranstaltungGleichstellung@stadt.wuerzburg.de möglich.

Eine Meeting-ID wird im Laufe des Tages am Dienstag, 24.11.20 versandt. Am Veranstaltungstag, Mittwoch, 25.11.20 können sich die Zuhörer*innen dann ab 9.30 Uhr damit einloggen.

Angebote zu Hilfe und Unterstützung
Betroffene von weiblicher Genitalverstümmelung können sich auch an das bundesweite Hilfetelefon „Gewalt gegen Frauen“ unter der kostenlosen Telefonnummer 08000-116016 wenden. Dieses steht auch Angehörigen, Freunden und Menschen aus dem sozialen Umfeld sowie Fachkräften mit Rat und Hilfe zur Seite. Das barrierefreie, anonyme und mehrsprachige Angebot ist rund um die Uhr erreichbar.

Die Bundesregierung plant die Einführung eines Schutzbriefes gegen weibliche Genitalverstümmelung. Er soll dazu dienen, Familien, die in ihre Heimatländer reisen, durch die Information über drohende Gefängnisstrafen davon abzuhalten, eine Genitalverstümmelung im Heimatland durchzuführen. Durch den Verweis auf die strafrechtlichen Konsequenzen sieht die Regierung im Schutzbrief ein wichtiges Instrument der Prävention.