Das ändert sich 2021 im Bereich Energie und Klimaschutz

  • Ab 1. Januar wird eine CO2-Abgabe für den Handel mit Erdgas, Heizöl, Benzin und Diesel erhoben. Dadurch wird das Heizen mit Gas, Öl und Fernwärme und das Fahren mit Benzin, Diesel oder Gas teurer. Im Gegenzug sinken die Stromkosten leicht. Denn mit den Einnahmen aus dem CO2-Preis wird die EEG-Umlage gedeckelt.

  • Ausmusterung älterer Holzöfen: Die 1. BImSchV (Erste Verordnung zur Durchführung des Bundes-Immissionsschutzgesetzes) legt fest, dass häusliche Einzelraum-Feuerstätten, deren Typprüfung vor 1995 erfolgte, nur dann weiter betrieben dürfen, wenn sie die darin festgelegten Grenzwerte für Kohlenmonoxid (vier Gramm pro Kubikmeter Abgas) und Feinstaub (0,15 Gramm pro Kubikmeter Abgas) einhalten. Der Nachweis, dass die Grenzwerte eingehalten werden, erfolgt durch eine Herstellerbescheinigung oder durch eine Messung des Schornsteinfegers. Das Jahr der Zulassung steht jeweils auf dem Typenschild.

  • Das neue Erneuerbare Energien Gesetz (EEG) bringt einige Neuerungen mit. Die wichtigsten für den Hauseigentümer sind sicher eine Regelung zur Anschlussförderung von nach 20 Jahren "ausgeförderten" PV-Anlagen, sowie die Befreiung des eigenverbrauchten Solarstroms von der EEG-Umlage für PV-Anlagen bis zu einer Leistung von 30 kWp. Auch das Mieterstrommodell, d.h. der Verkauf von Solarstrom eines Gebäudeeigentümers an seine Mieter ist mit dem EEG 2021 attraktiver geworden.

  • Die Bundesförderung für effiziente Gebäude (BEG) ersetzt vier bestehende Förderprogramme von KfW und BAFA. Damit sollen die Förderungen im Bereich Gebäudesanierung gebündelt und besser zugänglich gemacht werden. Das BAFA ist nun für alle Investitionszuschüsse im Bereich Bauen und Sanieren zuständig, die KfW für alle Darlehen. Die Förderquoten bleiben dabei größtenteils gleich. Für den Heizungstausch gibt es beispielsweise vom BAFA auch weiterhin bis zu 45 Prozent Investitionszuschuss.  Zuschüsse für Einzelmaßnahmen können seit dem 1. Januar 2021 beim BAFA beantragt werden. Für Vollsanierungen gibt es ab 1. Juli 2021 Zuschüsse (BAFA) oder Kredite (KfW). Eine wichtige Neuerung: lässt man von einem Fachmann zuvor einen "induvidellen Sanierngsfahrplan" für sein Haus erstellen, bekommt man auf die darin enthaltenen Maßnahmen nochmal 5% Förderung auf die regulären Förderquoten oben drauf.

  • Neues Wohnungseigentumsmodernisierungsgesetz (WEMoG): für das Fassen von Beschlüssen ist künftig nur noch eine einfache Mehrheit nötig. Das soll vor allem den Weg für energetische Sanierungen freimachen und Sanierungsstaus beenden. Zudem haben Miteigentümer*innen künftig Anspruch auf den Einbau einer Lademöglichkeit für Elektrofahrzeuge, einen barrierefreien Umbau oder Maßnahmen für Einbruchschutz.

  • Verbot von Einwegprodukten aus Plastik oder Styropor: Ab dem 3. Juli 2021 dürfen Plastikbesteck, Plastikgeschirr, Strohhalme, Rührstäbchen, Styroporbehälter für warmes Essen und Trinken, Wattestäbchen, Luftballonstäbe, Produkte aus oxo-abbaubarem Kunststoff (z. B. schnell zerfallende Plastikbeutel) EU-weit nicht mehr hergestellt oder verkauft werden. Lediglich ein Abverkauf von Lagerbeständen ist zulässig.

  • Ab 2021 fallen je nach CO2-Ausstoß  höhere Steuern für Neuwagen an. Je höher der Wert über der Grenze von 95 Gramm CO2/km liegt, desto teurer wird es. Vor allem SUVs und Sportwagen fallen hier ins Gewicht. Für sparsame Autos gibt es dagegen einen Steuerrabatt von 30 Euro, sofern sie die 95 Gramm CO2/km nicht überschreiten.