Ab 2020 stark erhöhte Zuschüsse für energetische Sanierung und klimafreundliche Heizungstechnik

Die Kreditanstalt für Wideraufbau (KfW) hat zum Jahreswechsel ihre Investitions- und Tilgungszuschüsse um 10% erhöht. So wird nun beispielsweise für die Sanierung zu einem KfW-Effizienzhaus 55 ein Zuschuss (wahlweise Investitionszuschuss = KfW-Programm 430; oder zinsgünstige Finanzierung mit Tilgungszuschuss = KfW-Programm 151) in Höhe von 40% auf max. 120.000 Euro der Sanierungskosten gewährt. Auch für ein KfW-Effizienzhaus 100 gibt es noch 27,5% Zuschuss. Einzelmaßnahmen (Fenstertausch, Dachsanierung etc.) werden mit 20% bezuschusst.

Im Neubau (Programm 153 "Energieeffizient Bauen und Sanieren") gibt es nun 25% Zuschuss auf max. 120.000 Euro der Bausumme für ein KfW-Effizienzhaus 40 Plus. Beim KfW-Effizienzhaus 55 sind es noch 15 % Zuschuss.

Die Förderungen sind wie immer vor der Auftragsvergabe zu beantragen. Nähere Informationen zu den KfW-Förderprogrammen finden Sie hierexterner Link.

Ölheizungen werden ab 2020 nicht mehr gefördert, Gasheizungen nur in Verbindung mit Solarthermie oder anderen regenerativen Energiequellen (z.B. Scheitholz- oder Pelletkessel, Wärmepumpe). Hierfür ist das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) zuständig. Biomassekessel (Scheitholz, Pellets, Hackschnitzel) sowie Wärmepumpen werden mit 35% der Investitionskosten bezuschusst. Für eine Gasbrennwertheizung in Verbindung mit einer regenerativen Energiequelle (z.B. Solarthermie) werden 30% Zuschuss gewährt. Wird eine Ölheizung durch eine förderfähige Hybridheizung, Biomasseanlage oder Wärmepumpenanlage ersetzt, erhöht sich der gewährte Fördersatz um 10 Prozentpunkte. Dadurch ergibt sich für Heizungen, die beim Austausch einer Ölheizung ausschließlich erneuerbare Energien bzw. eine Wärmepumpe nutzen, ein Fördersatz von 45%. Für Heizungen, die statt des alten Ölkessels nun mindestens 25% erneuerbare Energien und Erdgas nutzen, winkt ein Fördersatz von 40%.

Die Förderungen sind wie immer vor der Auftragsvergabe zu beantragen. Nähere Informationen zu den KfW-Förderprogrammen finden Sie hierexterner Link.

Ebenfalls das BAFA fördert schon seit Jahren eine "Vor-Ort-Energieberatung". Der Zuschuss wurde nun von 60% auf 80% (und maximal 1.300 Euro im Ein- und Zweifamilienhaus) aufgestockt. Dem Beratungskunden verbleibt für die sehr umfassende Beratung nur noch ein kleiner Eigenanteil. Die BAFA-Vor-Ort-Beratung bietet sich insbesondere für Hauseigentümer an, die am Anfang Ihrer Überlegungen stehen, welche Sanierungsmaßnahmen an ihrem Haus technisch und finanziell sinnvoll sind.

Der Zuschuss wird in Ihrem Auftrag vom Energieberater beim BAFA beantragt. Nähere Informationen zu dem Förderprogramm finden Sie hierexterner Link.