Erstes Treffen des Arbeitskreises zum Radverkehrskonzept Main-Spessart

31.10.2022

Die Sache kommt ins Rollen! Am Mittwoch kamen auf Einladung von Landrätin Sabine Sitter zahlreiche Bürgermeisterinnen und Bürgermeister sowie Vertreter von Verwaltungsgemeinschaften und Kommunen in Main-Spessart zum ersten Treffen des Arbeitskreises „Radverkehrskonzept MSP“ in Karlstadt zusammen. Landrätin Sabine Sitter betonte: „Das Thema ist uns sehr wichtig. Ich freue mich, dass so viele von Ihnen gekommen sind. Das gibt uns die Chance, dieses Konzept gemeinsam zu entwickeln.“ Im Hotel Mainpromenade stellten die Vertreter des mit der Erstellung des Radverkehrskonzepts beauftragten Büros RV-K aus Frankfurt/M. sich und ihre Arbeit vor.

Natascha Mützel und Thorsten Zobel von RV-K präsentierten erste Erkenntnisse aus der Online-Bürgerbeteiligung und der eigenen Radweg-Befahrung im Landkreis. Main-Spessart möchte vor allem die Attraktivität des Alltagsradfahrens erhöhen und ist deshalb auch der „Arbeitsgemeinschaft fahrradfreundliche Kommunen in Bayern“ (AGFK Bayern) beigetreten.

950 Bürgerinnen und Bürger haben sich an der Online-Befragung beteiligt. Viele wünschten sich mehr ortsverbindende Radwege. Mützel und Zobel betonten, dass das touristische Radwegenetz mit „schönen Routen entlang des Mains“ bereits gut ausgebaut und geradezu typisch für den Landkreis sei. Aufgefallen bei ihren Befahrungen in Main-Spessart sei ihnen aber eine teilweise uneinheitliche Beschilderung sowie einige Hinweisschilder „Radfahrer absteigen“ an Engstellen und Brücken, die für Radfahrende unerfreulich seien.

Für Januar sind weitere Treffen des Arbeitskreises vorgesehen, dann geteilt in den nördlichen und südlichen Landkreis. Das Büro RV-K wünscht bis dahin von allen Kommunen Infos zu den bisherigen Planungen zum Radverkehr, zu Wünschen und möglichen neuralgischen Punkten. Bis Mitte 2023 soll das Radverkehrskonzept mit Maßnahmen-Empfehlungen und -Vorschlägen sowie einer Priorisierung dieser Punkte vorliegen. „Diese Priorisierung erzeugt politischen Druck und ermöglicht auch die Inanspruchnahme von Fördermitteln“, erklärte Thorsten Zobel.

Auch wenn die Umsetzung Sache der Baulastträger bleibe, unterstrich Landrätin Sitter die Wichtigkeit eines Landkreis-weiten Konzepts: „Wir brauchen den Gesamtblick und eine gemeinschaftliche Strategie. Dann wird es uns auch gelingen, das Alltagsradfahren in Main-Spessart voranzubringen.“

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Petra Maiberger vom Landratsamt Main-Spessart und Natascha Mützel vom Büro RV-K bei der Befahrung des Landkreises mit dem Rad.
Fotos: Paulina Hock


Radverkehr

Erstes Treffen des Arbeitskreises Radverkehr in Karlstadt mit (von links) Natascha Mützel, Thorsten Zobel vom Büro RV-K, Landrätin Sabine Sitter sowie Petra Maiberger, Saskia Nicolai und Ganna Kravchenko vom Landratsamt Main-Spessart.