Rückbau der Spessarttorhalle in Lohr als Notunterkunft beginnt am Samstag

17.06.2022

Nachdem immer weniger Geflüchtete aus der Ukraine im Landkreis Main-Spessart ankommen, werden – wie bereits bekannt gegeben – die Spessarttorhalle in Lohr und die Main-Spessart-Halle in Marktheidenfeld nicht mehr als Notunterkünfte benötigt. Die Hallen stehen dann ab dem 4. Juli bzw. 11. Juli wieder für den Schul- und Vereinssport zur Verfügung. Am Samstag, 18. Juni wird nun mit dem Rückbau in der Lohrer Halle begonnen. Am vergangenen Dienstag und Mittwoch wurden die bislang letzten dort untergebrachten Geflüchteten (das waren 20 Erwachsene und drei Kinder) auf dezentrale bzw. private Unterkünfte im Landkreis umverteilt. 

Im Klinikum Main-Spessart in Marktheidenfeld sind derzeit noch 55 Personen - darunter 17 Kinder - untergebracht, in der Jugendherberge in Lohr sind es 54 ukrainische Geflüchtete, davon 23 Kinder. 308 Geflüchtete konnten inzwischen auf dezentrale bzw. private Unterkünfte im Landkreis umverteilt werden.  

In Main-Spessart wurden bislang (Stand 14. Juni) 1.179 Personen registriert, 551 sind bereits PIK-registriert, also erkennungsdienstlich behandelt. 843 Anträge auf Aufenthaltserlaubnis liegen dem Landratsamt vor. Da es für ukrainische Geflüchtete keine Residenzpflicht gibt, ist davon auszugehen, dass sich nicht mehr alle im Landkreis registrierten Geflüchteten auch tatsächlich in Main-Spessart aufhalten. Von mindestens 120 Personen ist bekannt, dass diese inzwischen in andere Landkreise oder Länder verzogen sind.  

812 Geflüchtete aus der Ukraine erhalten derzeit Leistungen nach dem Asylbewerberleistungsgesetz, darunter befinden sich 342 Kinder. Entsprechend der 
Gesetzesänderung werden in nächster Zeit nach und nach Geflüchtete aus der Ukraine mit Aufenthaltserlaubnis in das System des SGB (Sozialgesetzbuch) übernommen und erhalten dann, soweit sie sich nicht selbst bereits durch eigene Arbeit versorgen können, SGB-II-Leistungen vom Jobcenter (Harz IV).