Verdachtsfälle der Omikron-Variante in Main-Spessart

16.12.2021

In einer Einrichtung in Gemünden gibt es derzeit ein Corona-Ausbruchsgeschehen. Da nicht nachvollzogen werden kann, mit wem die Infizierten Kontakt hatten, stehen vorsorglich alle Betroffenen unter Quarantäne. Dies hat das Gesundheitsamt am Landratsamt Main-Spessart umgehend nach Bekanntwerden des Infektionsverdachts angeordnet. Sie werden alle heute getestet.

Bei drei Infizierten liegt der Verdacht auf die besorgniserregende Virusvariante Omikron vor. Sobald ein Verdachtsfall besteht, bittet das Gesundheitsamt das zuständige Labor eine Ganzgenomsequenzierung durchzuführen. Dies ist aktuell der Fall. Erst wenn sich dieser Verdacht bestätigt, gilt die Omikron-Variante als nachgewiesen.

Das Landratsamt Main-Spessart hat vorsorglich alle Einrichtungen und die Kliniken in Main- Spessart über das Ausbruchsgeschehen informiert und sensibilisiert.

Infektionsketten durchbrechen „Wir müssen jetzt alle besonders achtsam sein“, so Landrätin Sabine Sitter. Denn die Omikron- Variante scheint sich schneller zu übertragen, als andere Coronaviren. Wer als Kontaktperson eines Omikron-Verdachtsfalls gilt, muss sich derzeit trotz Impfung oder nach durchgemachter COVID-19 Erkrankung in Quarantäne begeben.

Sitter appelliert an die Menschen in Main-Spessart alles zu tun, um die Infektionsketten zu durchbrechen. Dies geschieht am besten mit einer Impfung. Impfen ist die beste Möglichkeit, um sich vor einer Corona-Erkrankung und auch deren möglichen Langzeitfolgen („Long COVID“) zu schützen. „Damit helfen Sie sich, Ihren Angehörigen und den Menschen in Ihrer Umgebung“, so Sitter. Je mehr Personen geimpft sind, desto weniger erkranken schwer oder sterben am Coronavirus.

Was tun bei Symptomen? Grundsätzlich ist es wichtig, die AHA+L-Formel zu beachten: Abstand wahren, Hygieneregeln berücksichtigen, im Alltag Maske tragen (höchste Sicherheit bietet eine FFP2-Maske!) und lüften. Wer Symptome einer Corona-Infektion aufweist, sollte sich möglichst von anderen Menschen fernhalten, vor allem zu Risikopersonen, die gefährdet sind, schwer an Covid-19 zu erkranken. Zudem ist es anzuraten, zu Hause einen Schnelltest durchzuführen. Ist dieser positiv, sollte man den Hausarzt aufsuchen.

Wer Kontakt zu einem Infizierten hatte, sollte ebenfalls eigenverantwortlich handeln; das heißt, Selbsttest mit eigenständig beschafften Tests durchführen, Schnelltests oder die Testmöglichkeiten in Betrieben nutzen. Wer eine Warnung der Corona WarnApp erhält, kann mit dieser auch eine kostenlose PCR-Testung in Anspruch nehmen. Die Warnung auf dem Handy muss bei der Testung vorgezeigt werden. Insgesamt zwei Wochen nach dem letzten

Kontakt zur infizierten Person sollte man auf coronaspezifische Symptome achten. Falls Krankheitszeichen auftreten, sollte man sich unverzüglich in Selbstisolation begeben, die Symptome ärztlich abklären lassen und das Gesundheitsamt informieren.