Hohe Nachfrage nach Impfterminen

Wir freuen uns sehr, dass die Impfbereitschaft im Landkreis Main-Spessart so stark gestiegen ist – wir haben diesen Monat bereits mehrere Tausend Impftermine vergeben und allein das Impfzentrum impft im Schnitt aktuell etwa 450 Personen am Tag, Tendenz steigend. Zudem wurden und werden immer mehr mobile Impftermine in den Gemeinden des Landkreises organisiert, die gut angenommen werden. Auch die Impfquote der Erstimpfungen im Landkreis ist weiter gestiegen auf 62,9% und es wurden bereits 7.685 Auffrischungsimpfungen im Landkreis Main-Spessart verabreicht.

Derzeit keine Termine für das Impfzentrum Marktheidenfeld buchbar
Nachdem unser Impfzentrum in Marktheidenfeld derzeit mit den bereits gebuchten Terminen voll ausgelastet ist, können im Moment vorübergehend leider keine weiteren Termine vergeben werden. „Wir bitten hier um Verständnis. Es ist sehr erfreulich, dass die Impfungen wieder so sehr an Fahrt aufnehmen. Man muss sich dabei aber auch vor Augen führen, dass es in den Sommermonaten kaum Nachfrage nach Impfungen gab und die Kapazitäten unseres Impfzentrums deshalb deutlich heruntergefahren werden mussten. Diese wurden jetzt in kürzester Zeit wieder auf das Niveau vom Frühjahr gebracht. Dies war und ist eine Herausforderung. Nadelöhr ist hierbei auch das Personal, welches erst wieder aufgestockt werden muss. Ich sehe Main-Spessart hier allerdings gut gewappnet. Wir verabreichen bereits im Schnitt 450 Impfdosen pro Tag, was erheblich ist. Bei diesem schnellen Hochfahren hilft uns – natürlich neben dem unerlässlichen engagierten Personal –, dass wir unser Impfzentrum nie gänzlich geschlossen, sondern nur in kleinere Räumlichkeiten verlagert haben“, so Landrätin Sabine Sitter.

Sobald auch im Impfzentrum in Marktheidenfeld wieder Termine freigeschaltet werden können, informieren wir Sie. Weiterhin besteht die Möglichkeit unsere mobilen Impfaktionen in den Gemeinden des Landkreises wahrzunehmen, die stetig erweitert werden. Eine Übersicht ist auf der Webseite des Impfzentrums unter www.impfzentrum-msp.de/infos zu finden. Dort erhält man unter Downloads auch den Anamnese- sowie Einwilligungsbogen. Eine Terminvereinbarung für die mobilen Impfaktionen ist nicht notwendig, allerdings ist eine vorherige Registrierung unter Angabe des Impfzentrums Marktheidenfeld unter https://impfzentren.bayern/citizen/ sehr hilfreich. Darüber hinaus sollten soweit möglich die Anamnese- sowie Einwilligungsbogen ausgefüllt und unterschrieben mitgebracht werden. Dadurch kann der Verwaltungsaufwand vor Ort deutlich schneller bewältigt und die Wartezeiten somit verkürzt werden.

Impfstoffe von BioNTech und Moderna gleichwertig
Welcher Impfstoff vor Ort bei den mobilen Impfaktionen verimpft wird, entscheidet sich letztendlich nach der Verfügbarkeit. In jedem Fall handelt es sich um einen der beiden gleichwertigen mRNA-Impfstoffe von BioNTech oder von Moderna. Einen Anspruch auf einen bestimmten Impfstoff haben die Impfwilligen nicht, wobei bei den mobilen Impfaktionen ohnehin immer nur ein Impfstoff zum Einsatz kommt. Welcher dies ist, wird kurz vorher bekannt gegeben.

Laut Klaus Cichutek, dem Präsidenten des Paul-Ehrlich-Instituts, das in Deutschland die Qualität der Impfstoffe überwacht, sind die beiden Impfstoffe von BioNTech und Moderna gleichwertig. Beide Impfstoffe zeichneten sich durch eine hohe Wirksamkeit und ein besonders niedriges Nebenwirkungsprofil aus, so Cichutek in der Bundespressekonferenz vergangene Woche. Beide Impfstoffe schützten mit einer Wirksamkeit von mehr als 90 Prozent vor schweren Verläufen, auch bei der Deltavariante.

Die Auffrischungsimpfung soll in der Regel im Abstand von sechs Monaten zur letzten Impfdosis der Grundimmunisierung erfolgen. Der Impfabstand kann auf fünf Monaten verkürzt werden, wenn ausreichend Kapazitäten vorhanden sind. Unabhängig davon, welcher Impfstoff zuvor verwendet wurde, soll laut der Ständigen Impfkommission (STIKO) für Auffrischungsimpfung ein mRNA-Impfstoff verwendet werden, ganz gleich ob die Grundimmunisierung durch AstraZeneca, Moderna, BioNTech oder Johnson & Johnson erfolgt ist. Dafür sind derzeit in Deutschland die Impfstoffe von Moderna und BioNTech zugelassen.

Bei unter 30-jährigen und Schwangeren ist allerdings zu beachten, dass laut STIKO der Impfstoff von BioNTech verwendet werden sollte.