Nachfrage nach Impfungen steigt – Bitte keine Impftermine blockieren!

19.11.2021

Angesichts der sich zuspitzenden Entwicklungen rund um das Pandemiegeschehen gilt seit vergangenem Donnerstag für ganz Bayern der Katastrophenfall. Auch in Main-Spessart steigen die Fallzahlen weiter an. Aktuell liegt die 7-Tage-Inzidenz bei 250.

„Es muss jetzt alles darangesetzt werden, die Auffrischungsimpfungen schnell voranzubringen“, unterstreicht Landrätin Sabine Sitter und sieht den Landkreis hier in der Pflicht, die vulnerablen Gruppen insgesamt und im speziellen auch in den Senioreneinrichtungen zu schützen und ein niedrigschwelliges Angebot für Impfungen zu schaffen. In den Heimen sind die Auffrischungsimpfungen weit vorangeschritten. „Wir sind hier schon frühzeitig auf die Einrichtungen zugegangen und haben Bewohner und Personal – soweit gewünscht – in den zurückliegenden Wochen mit Drittimpfungen versorgt“, so Sitter. 

Mit Hochdruck wird an der Ausweitung des Impfangebotes im Landkreis gearbeitet, was allerdings auch maßgeblich davon abhängt, wie viel zusätzliches Personal dafür gewonnen werden kann. Die Kapazitäten des Impfzentrums in Marktheidenfeld werden ausgebaut, ebenso die mobilen Impfaktionen, die in den Landkreis-Gemeinden flächendeckend zum Einsatz kommen.

Eine Übersicht über die geplanten Impfaktionen, die stetig erweitert werden, gibt es auf der Webseite des Impfzentrums unter www.impfzentrum-msp.de/infosexterner Link. Dort erhält man unter Downloads auch den Anamnese- sowie Einwilligungsbogen. Es lohnt sich also, hier immer wieder nachzusehen, wo aktuell Impfungen angeboten werden. Eine Terminvereinbarung ist nicht notwendig, allerdings ist eine vorherige Registrierung unter Angabe des Impfzentrums Marktheidenfeld unter https://impfzentren.bayern/citizen/externer Link sehr hilfreich. Darüber hinaus sollten soweit möglich die Anamnese- sowie Einwilligungsbogen ausgefüllt und unterschrieben mitgebracht werden. Dadurch kann der Verwaltungsaufwand vor Ort deutlich schneller bewältigt und die Wartezeiten somit verkürzt werden.

Auch Impftermine für das Impfzentrum am Klinikum in Marktheidenfeld lassen sich online auf der Webseite des Impfzentrums buchen. Auch hier lohnt es sich, immer wieder zu überprüfen ob Termine verfügbar sind, denn es werden auch über den Tag verteilt stetig neue Termine freigegeben. Auch über die Hotline unter Tel.: 09353 / 793 – 15 55, sowie per E-Mail an info@impfzentrum-msp.de können Impftermine gebucht werden. Aufgrund des zeitweise enormen Anruferaufkommens für einen Impftermin kann es – trotz Ausbau der Hotline – derzeit hier zu längeren Wartezeiten kommen. Wir bitten um Verständnis!

Auch versuchen offenbar immer mehr Menschen über die Pforte des Klinikums in Marktheidenfeld an einen Impftermin zu gelangen. Dies ist allerdings nicht möglich – das Impfzentrum nutzt lediglich Räumlichkeiten dort, ist jedoch unabhängig vom Klinikum – weshalb dies bitte unbedingt unterlassen werden sollte. 

Keine Impftermine blockieren
Generell sind Impftermine aktuell bis Ende Dezember buchbar, allerdings bittet Landrätin Sitter eindringlich, auch hier Rücksicht auf die vulnerablen Gruppen zu nehmen. Für Verärgerung bei Sitter und dem Team des Impfzentrums sorgt es, wenn Menschen Impftermine buchen und dann nicht erscheinen – so geschehen zum Beispiel am vergangenen Montag als 32 Personen trotz Terminvereinbarung nicht im Impfzentrum erschienen sind.

„Hier wird anderen Impfwilligen die Chance auf eine Impfung genommen“, so Sitter. Sie bittet deshalb eindringlich im Falle einer Verhinderung den Termin im Impfzentrum unverzüglich zu stornieren, um ihn für andere frei zu machen und selbstverständlich nicht für eine Person mehrere Termine zu buchen.

Kostenlose Bürgertests nutzen!
Seit vergangenen Samstag sind die Bürgerstestungen im Freistaat wieder kostenlos. Dabei handelt es sich um die Antigenschnelltests, nicht um die PCR-Tests, die nach wie vor nur für bestimmte Personengruppen kostenlos sind. Um die Infektionsketten zu unterbrechen, ist die Testung ein sehr wichtiges Instrument. „Bitte machen Sie von diesem kostenlosen Angebot Gebrauch,“ appelliert Sitter. Eine Übersicht über die Testmöglichkeiten im Landkreis gibt <hier>.

Kontaktnachverfolgung nur noch eingeschränkt durch das Gesundheitsamt möglich
Angesichts der stark steigenden Zahl der Corona-Infektionen, ist eine umfassende Kontaktnachverfolgung durch das Gesundheitsamt Main-Spessart nicht mehr möglich. „Wir konzentrieren unsere Kräfte in der jetzigen Phase der Pandemie darauf, neben den positiv getesteten Personen deren Haushaltsangehörige und Kontaktpersonen mit Kontakt zu gefährdeten Menschen (z.B. Personen in Pflege-oder Altenheimen, Kindertageseinrichtungen, Asylunterkünfte) zu informieren“, erläutert Dr. Tanja Kretzschmann vom Gesundheitsamt.

Personen, die nicht diesen Gruppen angehören, werden nicht mehr vom Gesundheitsamt kontaktiert. Hier appellieren wir an die Eigenverantwortung der Menschen. Die infizierten Personen werden gebeten selbst ihre Kontaktpersonen zu informieren. Es wird eine Testung empfohlen. Bei Fragen können sie sich beim Gesundheitsamt melden, per E-Mail oder Telefon. Ausführliche Informationen zur Kontaktnachverfolgung gibt es auf der Webseite des Landkreises. In dringenden Fällen sind die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Gesundheitsamtes auch am Wochenende erreichbar. Zur Kontaktaufnahme eignet sich primär
den Kontakt über eine E-Mail an Gesundheitsamt@Lramsp.de herzustellen, da aufgrund der Vielzahl von Anrufern die Leitung häufig belegt ist.