Das gilt in Main-Spessart: Änderungen der Corona-Verordnung

06.10.2021

Die 14. Bayerische Infektionsschutzmaßnahmenverordnungexterner Link wurde um vier Wochen verlängert und ist bis einschließlich Freitag, 29. Oktober, gültig. Mit der Verlängerung gibt es seit Oktober einige Änderungen, in mehreren Bereichen gibt es dadurch neue Lockerungen. 

Wie vom Ministerrat bereits im August beschlossen, haben ab dem 1. Oktober Clubs und Diskotheken wieder geöffnet. Dabei gilt das 3G-Modell mit der Maßgabe, dass ein negativer Testnachweis nur durch PCR-Test erbracht werden kann (sog. 3G plus). Dies gilt auch für die Beschäftigten mit Kundenkontakt, die sich mindestens zweimal wöchentlich PCR-testen lassen müssen. Laute Musik, Tanz ohne Abstand sowie die Abgabe von Getränken am Tresen ist wie branchenüblich zulässig. Die Maskenpflicht entfällt. Für konsequente Kontrollen ist zu sorgen. Verstöße werden bußgeldbewehrt. 

Das bisherige Verbot von Volksfesten und öffentlichen Festivitäten entfällt. Volksfeste können im Rahmen von inzidenzunabhängigem 3G und der sonstigen allgemein geltenden Regelungen (Gastronomie im Bierzelt etc.) wieder stattfinden. Die Staatsregierung bekräftigte, dass in der kommenden Advents- und Weihnachtszeit vorbehaltlich besonders negativer Entwicklungen der Infektionslage unter freiem Himmel auch Weihnachts- und Christkindlmärkte in Bayern wieder möglich sein sollen.

Regelungen für „freiwilliges 2G“ bzw. „freiwilliges 3G plus“
Diejenigen Betriebe und Veranstalter, die freiwillige lediglich Geimpfte und Genesene (sog. freiwilliges 2G) sowie auch Getestete mit einem PCR-Test zulassen (sog. freiwilliges 3G plus), haben erhebliche Erleichterungen:

  • 2G / 3G plus sind rein freiwillig und eigene Entscheidung jedes Veranstalters oder Betreibers. Es gibt keinen staatlichen Zwang.
  • Freiwilliges 2G / 3G plus sind in allen Bereichen möglich, in denen bisher 3G gilt. Dies sind zum Beispiel: Sportstätten, Theater, Opern, Kinos, Museen, Tagungen, Kongresse, Bibliotheken, Musikschulen.
  • Wo 2G / 3G plus gilt, sind die Maskenpflicht und das Gebot des Mindestabstands aufgehoben. Etwaige Personenobergrenzen entfallen. Die Alkoholverbote bei Sport- und Kulturveranstaltungen mit mehr als 1.000 Personen werden aufgehoben.
  • Voraussetzung ist ein strenges Zutrittsregime (Zugangshindernisse, Kontrollen mit Identitätsfeststellung etc.) 
  • Missbrauch ist nicht nur bußgeldbewehrt, sondern gefährdet auch die allgemeine gewerberechtliche Zuverlässigkeit dessen, der nicht kontrolliert.
  • Kinder und alle Schüler (weil in der Schule regelmäßig getestet) haben unabhängig von ihrem persönlichen Impfstatus auch zu freiwilligem 3G plus Zutritt.

Ein guter Überblick über die Unterschiede ist hier zu finden: www.stmgp.bayern.de/wp-content/uploads/2021/10/2021_10_05_3g-regelvergleich.jpgexterner Link

  
Anzeigepflicht von Zugangsbeschränkungen
Anbieter, Veranstalter oder Betreiber von Einrichtungen und Veranstaltungen, die entsprechende Zugangsbeschränkungen beabsichtigen, haben dies dem Landratsamt Main-Spessart vorab per E-Mail an Ausnahmegenehmigung@Lramsp.de anzuzeigen. Die Kreisverwaltungsbehörde kann die Anwendung von 2G bzw. 3G plus untersagen, wenn Anhaltspunkte bestehen, die die zuverlässige Einhaltung ihrer Voraussetzungen in Frage stellen.


Maskenpflicht im Unterricht ist entfallen
Zur Entlastung des Unterrichtsbetriebs und mit Blick auf die regelmäßigen Testungen entfällt seit dem 4. Oktober die Maskenpflicht im Unterricht, sonstigen Schulveranstaltungen und der Mittagsbetreuung, und zwar auch dann, wenn am Platz der Mindestabstand zum Sitznachbarn nicht eingehalten wird.