3G-Regel tritt am Samstag, 28. August, in Main-Spessart in Kraft

26.08.2021

Am Donnerstag, 26. August, wurde der Schwellenwert 35 der 7-Tages-Inzidenz im Landkreis Main-Spessart an drei aufeinanderfolgenden Tagen überschritten. Damit greift nach der 13. Bayerischen Infektionsschutzmaßnahmenverordnung (BayIfSMV) ab Samstag, 28. August, die 3G-Regel („geimpft, getestet, genesen“) in Kraft. Damit gelten im Landkreis Main-Spessart ab Samstag, 28. August neue Regelungen. 
 

Unabhängig von der 7-Tage-Inzidenz gelten folgende Regelungen  

In Betrieben des Groß- und Einzelhandels sowie Dienstleistungs- und Handwerksbetriebe besteht FFP2-Maskenpflicht für die Kunden.

Wochenmärkte und andere Märkte zum Warenverkauf unter freiem Himmel sind erlaubt, soweit diese keinen Volksfestcharakter aufweisen. 

Vollständig geimpfte Personen werden ab dem 15. Tag nach der abschließenden Impfung grundsätzlich negativ getesteten Personen gleichgestellt.  

Testnachweis: 
Sofern ein Testnachweis nach den Bestimmungen der 13.BayIfSMV notwendig sind, gilt Folgendes zu beachten: Es ist ein schriftliches oder elektronisches negatives Testergebnis  

  • eines PCR-Tests, PoC-PCR-Tests oder eines Tests mittels weiterer Methoden der Nukleinsäureamplifikationstechnik, der vor höchstens 48 Stunden durchgeführt wurde 
  • eines POC-Antigentests (Schnelltest), der vor höchstens 24 Stunden durchgeführt wurde oder  
  • eines vom Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte zugelassenen, unter Aufsicht vorgenommenen Antigentests zur Eigenanwendung durch Laien (Selbsttests), der vor höchstens 24 Stunden durchgeführt wurde, nachzuweisen, das den Bestimmungen der COVID-19-Schutzmaßnahmen-Ausnahmenverordnung entspricht.  

Ausgenommen von der Notwendigkeit der Vorlage eines Testnachweises sind: 

  • asymptomatische Personen, die im Besitz eines auf sie ausgestellten Impfnachweises (geimpfte Personen ab Tag 15) oder Genesenennachweises (genesene Personen) sind,  
  • Kinder bis zum sechsten Geburtstag und 
  • Schülerinnen und Schüler, die regelmäßigen Testungen im Rahmen des Schulbesuchs unterliegen. 

Regelungen abhängig von der 7-Tage-Inzidenz  

Allgemeine Kontaktbeschränkung 
Es dürfen sich bis zu zehn Personen aus verschiedenen Hausständen treffen. Kinder unter 14 Jahren, die zu diesen Hausständen gehören, sowie vollständig geimpfte und genesene Personen werden bei der Berechnung nicht berücksichtigt.  

Kitas und Tagesbetreuungsangebote 
für Kinder, Jugendliche und junge Volljährige dürfen im Regelbetrieb öffnen.  

Schulen 
Schülerinnen und Schüler sowie Lehrkräfte müssen auch am Sitz- oder Arbeitsplatz eine Maske tragen. Dies gilt nicht für Grundschulen und in der Grundschulstufe der Förderschulen. Dort darf die Maske nach Einnahme des Sitz- oder Arbeitsplatzes abgenommen werden. Ein Wechsel zur Maskenpflicht bei diesen Schularten würde erst beim Überschreiten des nächsten Schwellenwerts über 50 erfolgen. Schülerinnen und Schüler sind von den Testnachweisen ausgenommen unter der Voraussetzung, dass sie regelmäßigen Testungen im Rahmen des Schulbesuchs unterliegen. 
Diese Ausnahme gilt auch in den Ferien und ist gegebenenfalls durch die Vorlage eines Schülerausweises nachzuweisen. 

Einzelhandel 
Die für alle Geschäfte geltenden Anforderungen bleiben bestehen: Der Mindestabstand von 1,5 Meter zwischen den Kunden muss eingehalten werden. Der Betreiber hat durch geeignete Maßnahmen sicherzustellen, dass die Zahl der gleichzeitig im Ladengeschäft anwesenden Kunden nicht höher ist als ein Kunde je 10 Quadratmeter für die ersten 800 Quadratmeter der Verkaufsfläche sowie zusätzlich ein Kunde je 20 Quadratmeter für den 800 Quadratmeter übersteigenden Teil der Verkaufsfläche. In den Verkaufsräumen, auf dem Verkaufsgelände, in den Eingangs- und Warteflächen vor den Verkaufsräumen und auf den zugehörigen Parkplätzen gilt für das Personal Maskenpflicht und für die Kunden und ihre Begleitpersonen FFP2-Maskenpflicht. Terminvereinbarungen sind nicht notwendig. Die Vorlage eines negativen Corona-Tests ist nicht erforderlich.  

Körpernahe Dienstleistungen  
Dienstleistungen, bei denen eine körperliche Nähe zum Kunden unabdingbar ist, wie zum Beispiel Kosmetikstudios, Nagelstudios, Haarentfernung, Massagepraxen, Tattoo-Studios oder ähnliche Betriebe sind unter den folgenden Voraussetzungen erlaubt:  
Kunden haben für Dienstleistungen in geschlossenen Räumen, bei denen eine körperliche Nähe unabdingbar ist, z. B. beim Besuch eines Friseurs, einen Testnachweis vorzulegen (Ausnahmen: s.o.).  

Der Betreiber hat durch geeignete Maßnahmen sicherzustellen, dass grundsätzlich ein Mindestabstand von 1,5 Meter zwischen den Kunden eingehalten werden kann.

Der Betreiber hat durch geeignete Maßnahmen sicherzustellen, dass die Zahl der gleichzeitig im Ladengeschäft anwesenden Kunden nicht höher ist als ein Kunde je 10 Quadratmeter für die ersten 800 Quadratmeter der Ladenfläche sowie zusätzlich ein Kunde je 20 Quadratmeter für den 800 Quadratmeter übersteigenden Teil der Ladenfläche. 

In den Geschäftsräumen, auf dem Geschäftsgelände, in den Eingangs- und Warteflächen vor den Geschäftsräumen und auf den zugehörigen Parkplätzen gilt für das Personal medizinische Maskenpflicht im Rahmen der arbeitsschutzrechtlichen Bestimmungen und für die Kunden und ihre Begleitpersonen FFP2-Maskenpflicht; soweit in Kassen- und Thekenbereichen von Ladengeschäften durch transparente oder sonst geeignete Schutzwände ein zuverlässiger Infektionsschutz gewährleistet ist, entfällt die Maskenpflicht für das Personal. Die FFP2-Maskenpflicht entfällt insoweit, als die Art der Leistung sie nicht zulässt. 

Der Dienstleister hat die Kontaktdaten der Kunden zu erheben. Der Betreiber hat für den Kundenverkehr ein Schutz- und Hygienekonzept uszuarbeiten und auf Verlangen der zuständigen Kreisverwaltungsbehörde vorzulegen 

Private Feiern 
Für private Veranstaltungen aus besonderem Anlass und mit einem von Anfang an begrenzten und geladenen Personenkreis wie Geburtstags-, Hochzeits- oder Tauffeiern und Vereinssitzungen können sich bis zu 50 Personen in geschlossenen Räumen und bis zu 100 Personen unter freiem Himmel treffen. Nur vollständig geimpfte und genesene Personen werden bei der Berechnung dieser Personenobergrenzen nicht berücksichtigt, Kinder jedoch werden mitgezählt.  

Die Teilnehmer dieser Veranstaltungen in geschlossenen Räumen müssen über einen Testnachweis verfügen.  

Gastronomie 
Die Gastronomie darf im Innen- und Außenbereich von 5 bis 1 Uhr öffnen. Die Dokumentation der Kontaktdaten der Gäste ist erforderlich. Eine vorherige Terminbuchung ist nicht notwendig. 

Für gastronomische Angebote in geschlossenen Räumen benötigen Gäste einen Testnachweis (Ausnahmen: s.o.); dies gilt nicht für nicht öffentlich zugängliche Betriebskantinen. 

Die inzidenzabhängigen allgemeinen Kontaktbeschränkungen müssen eingehalten werden. Die Gäste müssen eine FFP2-Maske (außer am Sitzplatz) tragen. Für das Personal besteht Maskenpflicht, soweit es in Kontakt mit den Gästen kommt. Für den Betrieb von reinen Schankwirtschaften in geschlossenen Räumen gelten folgende besonderen Vorgaben: Die Bedienung muss am Tisch erfolgen, Abgabe und Verzehr von Getränken an der Theke oder am Tresen sind nicht zulässig.  

Beherbergungsbetriebe 
Hotels, Beherbergungsbetriebe, Schullandheime, Jugendherbergen, Camping- und Wohnmobilstellplätze dürfen zu touristischen Zwecken öffnen. Zulässig sind für Übernachtungsgäste auch gastronomische Angebote in geschlossenen Räumen sowie Kur-, Therapie- und Wellnessangebote. Voraussetzung ist, dass die Übernachtungsgäste bei der Ankunft und zusätzlich für jede weiteren 72 Stunden einen negativen Testnachweis vorlegen. Es besteht FFP2-Maskenpflicht für Gäste außerhalb ihres Zimmers bzw. Wohneinheit. Für Personal, soweit es in Kontakt mit den Gästen kommt, besteht Maskenpflicht.  

Freizeiteinrichtungen/Führungen 
Der Betrieb von Seilbahnen, Fluss- und Seenschifffahrt im Ausflugsverkehr, touristische Bahnverkehre, touristische Reisebusverkehre sowie Stadt- und Gästeführungen, Berg-, Kultur- und Naturführungen im Freien sowie die Öffnung von Außenbereichen von medizinischen Thermen sind zulässig. In geschlossenen Räumen besteht FFP2-Maskenpflicht. Bei Flusskreuzfahrten bedürfen die Passagiere bei der Einschiffung, wenn diese in Bayern erfolgt, und am Tag eines Landgangs jeweils eines Testnachweises. Beim Besuch von Badeanstalten, Hotelschwimmbädern, Thermen, Wellnesszentren, Saunen, Spielhallen, Spielbanken und Wettannahmestellen müssen die Besucher für Angebote in geschlossenen Räumen einen Testnachweis vorlegen (Ausnahmen: s.o.).  

Sport 
Der Betrieb und die Nutzung von Sportplätzen, Tanzschulen, Fitnessstudios und anderen Sportstätten ist zulässig. Die zulässige Personenanzahl richtet sich nach dem entsprechendem Rahmenkonzept Sport. Sport in geschlossenen Räumen ist nur mit einem Testnachweis erlaubt (Ausnahmen: s.o.); unter freiem Himmel ist die Sportausübung ohne Testnachweis gestattet. In Sportstätten gilt – soweit es sich nicht um Schulsport handelt - FFP2-Maskenpflicht, soweit kein Sport ausgeübt wird. Für das Personal von Sportstätten gilt die Pflicht zum Tragen einer medizinischen Gesichtsmaske.  

Sportveranstaltungen 
Die Besucher einer Sportveranstaltung in geschlossenen Räumen müssen einen Testnachweis vorlegen (Ausnahmen: s.o.). Bei Sportveranstaltungen unter freiem Himmel ist einschließlich geimpfter und genesener Personen die Anwesenheit von bis zu 1.500 Zuschauern zulässig, von denen höchstens 200 stehend ohne festen Sitzplatz mit einem Mindestabstand von 1,5 Meter und die übrigen nur mit festem Sitzplatz zugelassen werden dürfen. In Gebäuden bestimmt sich die zulässige Höchstzuschauerzahl einschließlich geimpfter und genesener Personen nach der Anzahl der vorhandenen Plätze, bei denen ein Mindestabstand von 1,5 Meter zu anderen Plätzen gewahrt wird, darf aber 1000 insgesamt nicht überschreiten.  

Freibäder 
Zulässig ist die Öffnung von Freibädern für Besucherinnen und Besucher nach vorheriger Terminbuchung. Ein negativer Testnachweis ist nicht erforderlich.  

Kulturelle Veranstaltungen, Theater, Konzerthäuser und Kinos 
Kulturelle Veranstaltungen in Theatern, Opern, Konzerthäusern, Bühnen, Kinos und sonst dafür geeigneten Örtlichkeiten sind unter folgenden Voraussetzungen zulässig: In Gebäuden bestimmt sich die zulässige Höchstteilnehmerzahl einschließlich geimpfter und genesener Personen nach der Anzahl der vorhandenen Plätze, bei denen ein Mindestabstand von 1,5 Meter zu anderen Plätzen gewahrt wird, darf aber 1.000 insgesamt nicht überschreiten. Unter freiem Himmel sind einschließlich geimpfter und genesener Personen bis zu 1.500 Besucher zulässig, von denen höchstens 200 stehend ohne festen Sitzplatz mit einem Mindestabstand von 1,5 Meter und die übrigen nur mit festem Sitzplatz zugelassen werden dürfen. Der Veranstalter ist zur Kontaktdatenerfassung verpflichtet. Für Zuschauer besteht FFP2-Maskenpflicht und für Mitwirkende und Mitarbeiter Maskenpflicht, wobei die Maske am festen Platz unter freiem Himmel abgenommen werden darf. 

Besucher in geschlossenen Räumen müssen einen Testnachweis vorlegen (Ausnahmen: s.o.).  

Kulturstätten 
Museen, Ausstellungen, Gedenkstätten und vergleichbare Kulturstätten dürfen öffnen. Vorherige Terminbuchung und negativer Testnachweis sind nicht erforderlich; Kontaktdaten sind jedoch zu erfassen. Die zulässige Besucherzahl bestimmt sich nach der vorhandenen Raumgröße. Für Museen, Ausstellungen, Gedenkstätten und vergleichbare Kulturstätten besteht in geschlossenen Räumen für die Besucher FFP2-Maskenpflicht. Gleiches gilt unter freiem Himmel, soweit der Mindestabstand nicht zuverlässig eingehalten werden kann. 

Musik und Kultur 
Bei musikalischen oder kulturellen Proben von Laien- und Amateurensembles richtet sich die Höchstzahl der Teilnehmer nach der Größe des zur Verfügung stehenden Raumes unter Beachtung des Mindestabstandsgebotes von 1,5 Meter.