Fördermittel für Sanierung und Neubau

26.07.2021

Seit dem 1. Juli hat sich der Förderdschungel bei Sanierung und Neubau etwas gelichtet. Denn nun kann man für jede Maßnahme zwischen einer Kreditfinanzierung inklusive Tilgungszuschuss oder einem einmaligen Investitionszuschuss wählen – je nachdem, wie es um die eigenen finanziellen Möglichkeiten bestellt ist. Tilgungszuschuss und Investitionszuschuss sind dabei für dieselbe Maßnahme stets gleich hoch, für Einzelmaßnahmen wie Fenstertausch beispielsweise 20 Prozent Auch wurden die Förderquoten nochmals angehoben - auf nie dagewesene Höhen. So winken für eine ambitionierte Sanierung zum KfW-Effizienzhausstandard 40 „Erneuerbare-Energien-Klasse“ bis zu 50 Prozent Zuschuss. Für die einfachere Sanierung zum KfW-Effizienzhaus 100 „Erneuerbare Energien-Klasse“ sind es immer noch bis zu 37,5 Prozent auf 150.000 Euro der Sanierungskosten. Wer eine solche Sanierung schrittweise angehen möchte, der kann eine/n EnergierberaterIn mit der Anfertigung eines „individuellen Sanierungsfahrplan“ (iSFP) beauftragen. Im iSFP beschriebene Maßnahmen werden mit 5 Prozent Zuschuss zusätzlich zu den regulären Fördersätzen gefördert.

So entgehen Ihnen keine Fördermittel: fragen Sie den Experten bzw. die Expertin
Doch auch wenn sich der Förderdschungel etwas gelichtet hat, der Teufel steckt oft im Detail. Eine Erstberatung im Vorfeld zu einer angedachten Sanierung oder auch einem Neubauvorhaben empfiehlt sich in jedem Fall. Eine kompetente, unabhängige Energieberatung kann und darf auch gutes Geld kosten. Unabhängige EnergieberaterInnen findet man im Internet in der „Energie-Effizienz-Experten“-Liste (www.energie-effizienz-experten.de) der Deutschen Energie Agentur (dena). Dennoch gibt es auch seriöse Beratungsangebote zum Nulltarif:

Energieberatung zum Nulltarif
Im Landkreis Main-Spessart beispielsweise gibt es jedes Jahr die ersten 50 „Energie-Checks“ der Verbraucherzentrale kostenlos. Die „Energie-Checks“ sind seriöse, unabhängige Energieberatungen beim Ratsuchenden zuhause; da wo eine Beratung in der Regel am sinnvollsten ist. Doch der/die Ratsuchende kann sich seit kurzem dank der allgemeinen Corona-Lockerungen auch wieder in den Beratungsstützpunkten (bzw. auf Wunsch auch weiterhin online oder telefonisch) kostenlos beraten lassen. Die Beratungsgespräche finden in Main-Spessart jeweils einmal im Monat in den Volkshochschulen (vhs) Karlstadt und Marktheidenfeld statt.

Sowohl die Energie-Checks zuhause als auch die Beratungen in der vhs (bzw. auf Wunsch online/telefonisch) können über die kostenlose Hotline der Verbraucherzentrale 0800/809 802 400 angefragt werden.

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