Geplante Zweitimpfungen mit AstraZeneca werden ab sofort mit mRNA-Impfstoff durchgeführt

In Europa und auch in Deutschland breitet sich momentan die Deltavariante von SARS-CoV-2 rapide aus. Diese ist deutlich ansteckender als die seit März 2021 
vorherrschende Alphavariante. Im Falle von AstraZeneca-Impfungen zeigen aktuelle Studienergebnisse, dass eine Immunantwort nach dem sogenannten heterologen Impfschema, also 1. Impfung AstraZeneca 2. Impfung mRNA-Impfstoff (wie Moderna oder Biontech/Pfizer) der Immunantwort nach einer homologen AstraZeneca-Impfserie (zwei Impfstoffdosen AstraZeneca) deutlich überlegen ist.  

Daher hat die Ständige Impfkommission (STIKO) am 01.07.2021 die Empfehlung abgegeben, dass Personen, die AstraZeneca als erste Impfdosis erhalten haben, unabhängig vom Alter, bei der Zweitimpfung ein mRNA-Impfstoff verabreicht werden soll.  

Diese Umstellung startet im Impfzentrum Main-Spessart bereits diesen Freitag. Folglich erhalten ab dem 2. Juli alle Personen, die die Erstimpfung mit AstraZeneca erhalten haben, unabhängig von ihrem Alter an ihrem Zweitimpftermin einen mRNA-Impfstoff (Moderna oder Biontech/Pfizer, je nach Verfügbarkeit). Alleine in der kommenden Woche betrifft die neue STIKO-Empfehlung knapp 1.600 Personen. Bitte sehen Sie daher von telefonischen Rückfragen ab. 
Die Umstellung erfolgt eigenständig über das Impfzentrum; die zu impfenden Personen müssen in dieser Hinsicht nichts weiter unternehmen. Die vereinbarten Termine bleiben bestehen. Trotz der geänderten STIKO-Empfehlung, kann auf Wunsch die Impfserie auch mit AstraZeneca fortgesetzt werden.  

„Es wird der jeweils an dem Tag verfügbare mRNA-Impfstoff der Firma Moderna bzw. Biontech/Pfizer eingesetzt, eine Wahlfreiheit besteht insoweit nicht“, erklärt Florian Schüßler, BRK-Projektleiter des Impfzentrums. Die Impfstoffe sind in der Wirkweise vergleichbar, da sie beide auf der mRNA-Technologie basieren. 

Eine Vorverlegung der für August geplanten Zweitimpftermine wird geprüft.  

Laut der aktuellen STIKO-Empfehlung kann die Zweitimpfung mit einem mRNA-Impfstoff bereits vier Wochen nach der AstraZeneca-Erstimpfung erfolgen. „Wir befinden uns aktuell in Abstimmung, ob wir die für ursprünglich nach zwölf Wochen geplanten Termine vorverlegen,“ so Florian Schüßler. Konkret betrifft dies in erster Linie die 800 Personen, die sich bei der Sonderaktion Anfang Juni mit AstraZeneca haben impfen lassen und ihren geplanten zweiten Impftermin für Ende August terminiert haben. Hierüber werden wir zeitnah informieren. „Sie können sich darauf verlassen, dass alle Betroffenen rechtzeitig erfahren, wie mit der geplanten Zweitimpfung verfahren wird“, so Schüßler.