Alle Impfwilligen ab sofort zu einer Impfung aufgerufen - Impftermine zeitnah möglich!

30.06.2021

Bereits Ende vergangener Woche konnten alle Personen der Prioritätsgruppe 3 zur Impfung eingeladen werden. Somit sind ab sofort alle Impfwilligen ab 16 Jahren mit Erst-Wohnsitz in Main-Spessart dazu aufgerufen, sich für eine Impfung zu registrieren. Pünktlich zur Aufhebung der Impfpriorisierung in den bayerischen Impfzentren durch die Bayerische Staatsregierung am vergangenen Montag ist damit im Landkreis Main-Spessart die Impfung der priorisierten Personengruppen abgeschlossen und es können Impftermine an alle Impfwilligen vergeben werden.  

„Zum jetzigen Zeitpunkt besteht eine gute Chance, zeitnah ein Impfangebot zu erhalten“, unterstreicht der Projekt-Leiter der Impfzentrums Main-Spessart, Florian Schüßler. „Sollten Sie sich bisher noch nicht für eine Impfung angemeldet haben, registrieren Sie sich jetzt.“ Allen registrierten Personen, die älter als 16 Jahre sind, konnte bereits ein Impfangebot unterbreitet werden, so dass der Projektleiter zuversichtlich ist, noch im Laufe des Monats Juli alle weiteren Impfwilligen berücksichtigen zu können.  Pro Betriebstag werden aktuell im Impfzentrum durchschnittlich 637 Personen geimpft. In der ersten Juni-Hälfte haben die Zweitimpfungen dominiert. Seit Mitte Juni finden im Impfzentrum auch wieder Erstimpfungen statt. Seitdem konnten bis Montagabend knapp 3.500 Personen wieder erstgeimpft werden. Für Erstimpfungen werden dabei ausschließlich Impfstoffe von BioNTech/Pfizer, Moderna und in Kürze auch Johnson&Johnson verwendet. „Der Druck auf unser Impfzentrum lässt nach. Wir merken natürlich auch, dass seit dem Einstieg der Haus-, Fach- und Betriebsärzte mehr Möglichkeiten bestehen, an eine Impfung zu kommen und inzwischen auch viele Menschen geimpft sind“, erläutert Schüßler.   

Voraussetzungen für eine Impfung im Impfzentrum 
Wer sich in unserem Impfzentrum impfen lassen möchte, muss seinen Erst-Wohnsitz in Main-Spessart haben, über das Registrierungssystem BayImco angemeldet und mindestens 16 Jahre alt sein. Zwar wurde der Impfstoff von BioNTech/Pfizer von der Ständigen Impfkommission inzwischen für die Altersgruppe von Kindern ab 12 Jahren freigegeben, allerdings nicht pauschal für alle Kinder- und Jugendliche. Daher verweisen wir zum heutigen Stand bei dieser Altersgruppe an die Kinder- und Jugendärzte im Landkreis Main-Spessart. Auf unserer Homepage www.impfzentrum-msp.deexterner Link haben wir darüber hinaus unter den FAQs  ein Informationsblatt für das Thema Impfungen für Kinder- und Jugendliche bereitgestellt. Weiterhin erinnert das Impfzentrum daran, dass bei minderjährigen das Einverständnis der Erziehungsberechtigten jeweils für die Impfung vorliegen muss. 
Informationen zur Registrierung gibt es auf der Webseite unseres Impfzentrums unter www.impfzentrum-msp.deexterner Link. Dort findet sich auch das Einwilligungsformular für Erziehungsberechtigte (Anamnese-Einwilligung BioNTech/Moderna). Fragen beantworten auch die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Hotline unseres Impfzentrums unter 09353 / 793 15 55 (Montag bis Freitag von 8 – 16 Uhr und Freitag von 8 bis 12 Uhr). 

Impftermine wahrnehmen oder Registrierung löschen! 
Neben den oben genannten rund 5.000 Impfwilligen, haben weitere 7.400 Personen die Möglichkeit einen Impftermin zu vereinbaren. Diese wurden vom Registrierungssystem bereits zu einer Terminvereinbarung aufgerufen, haben davon aber bislang noch keinen Gebrauch gemacht. Daher bitten wir nochmals nachdrücklich alle Personen, ihre Registrierung in BayImco zu löschen, wenn sie über Haus- oder Betriebsärzte bereits eine Impfung erhalten haben. Die Abmeldung kann sowohl online als auch telefonisch über die Hotline des Impfzentrums erfolgen. „Wir bitten Sie eindringlich, in diesem Fall Ihre Registrierung zu 
löschen. Nur so können wir uns einen Überblick verschaffen, wie viele Personen wirklich noch auf eine Impfung warten. Gleichzeitig erleichtern Sie uns damit die Terminvergabe“, so Schüßler. Zudem zeichnet sich der Trend ab, dass vereinbarte Termine nicht wahrgenommen werden. „Wir appellieren hier an die Fairness der Menschen und bitten darum, unsere Arbeit nicht unnötig zu erschweren und Termine einzuhalten“, so Schüßler.  

Keine Impfmüdigkeit 
Von einer Impfmüdigkeit wie in den Medien von anderen Standorten teilweise berichtet möchte Schüßler jedoch nicht sprechen. Wir erleben, dass momentan durch das 3-Säulen Modell, bestehend aus dem Impfzentren, den Haus- sowie den Betriebsärzten, die Impfkampagne im Landkreis zügig vorankommt. In letzter Zeit machen wir auch die Erfahrung, dass Zweitimpfungen vermehrt von Hausärzten durchgeführt werden – viele erhoffen sich hier einen früheren als den empfohlenen Zweitimpftermin – obwohl der Grundsatz gilt, dass die Erstimpfstelle auch die Zweitimpfungen durchführt. Dies erschwert dem Impfzentrum eine 
sichere Planung, gerade wenn die Zweittermine bei uns nicht im Vorfeld storniert werden. „Der Impfstoff wird nicht verworfen, allerdings könnten wir bei Absage der Termine durch die Betroffenen im Vorfeld mehr Impfstoff für Erstimpfungen an dem Tag einplanen,“ so Schüßler.