Steigende Fallzahlen auch in Main-Spessart – Kommunen aufgerufen, weitere Testmöglichkeiten vor Ort zu organisieren

14.04.2021
Die Fallzahlen steigen auch in Main-Spessart wieder an. Damit folgt unser Landkreis dem Trend, der sich auch in den Nachbarlandkreisen und bayernweit abzeichnet. Heute liegen wir mit einer 7-Tages-Inzidenz von 113 erstmals seit 20 Tagen wieder über 100. Sollte dieser Wert auch in den kommenden zwei Tagen die 100 übersteigen, tritt ab Sonntag die Notbremse mit weitergehenden Beschränkungen in Kraft.

Seit diesem Montag müssen sich Schülerinnen und Schüler zweimal wöchentlich auf das Corona-Virus testen, um am Präsenzunterricht teilnehmen zu können. In der Regel sollen sich die Kinder und Jugendlichen vor Unterrichtsbeginn unter Aufsicht der Lehrkräfte selbst testen. Auch Schnell- und PCR-Tests, die nicht älter als 48 Stunden sind, werden akzeptiert. Die Schulen haben sich darauf eingestellt, allerdings sind nicht alle Eltern einverstanden mit den verpflichtenden Tests. Nach Aussage von Schulamtsleiterin Karin Auth lassen einige Eltern ihre Kinder deswegen sogar vom Unterricht befreien. Auf der anderen Seite gibt es auch viele positive Rückmeldungen und die Testabnahmen gelingen größtenteils problemlos. Klar ist allen Beteiligten, dass sich die Abläufe noch einspielen müssen.

Weiterhin gut angenommen werden die bestehenden Testmöglichkeiten im Landkreis und es werden immer mehr. Inzwischen gibt es eine ganze Reihe von Apotheken, die Schnelltests anbieten. Neu hinzu kommt in dieser Woche das Testzentrum an der Mainlände in Lohr bzw. ein Testangebot in Karlburg, das vom BRK betrieben wird.

Teststärkster Tag bei den beiden Landkreis-Testzentren in Marktheidenfeld und Gemünden war in der vergangenen Woche der Donnerstag. Allein am 8. April wurden dort 482 Tests abgenommen. Während am Testzentrum in Marktheidenfeld ausschließlich PCR-Tests vorgenommen werden, kann man in der Gemündener Scherenberghalle auch einen Schnelltest erhalten. Eine vollständige Übersicht über die Testmöglichkeiten im Landkreis gibt es unter www.main-spessart.deexterner Link.

Nachdem ein umfangreiches Testangebot auch eine der wesentlichen Voraussetzungen für mehr Öffnungen ist, bittet Landrätin Sabine Sitter die Kommunen um Unterstützung. Es sei wichtig zeitnah mehr Testkapazitäten zu schaffen.          

Am Impfzentrum in Lohr werden derzeit rund 500 Personen pro Tag geimpft, in dieser Woche sogar noch einmal deutlich mehr aufgrund der Sonderzuweisung des Impfstoffes von AstraZeneca. Ab der nächsten Woche kommen am Impfzentrum für Erstimpfungen vorerst nur noch die Impftstoffe von BioNTec und Moderna zum Einsatz.

Um Wartezeiten im Impfzentrum zu vermeiden, weisen wir nochmal ausdrücklich darauf hin, dass Personen, die aufgrund eines Berufes, Erkrankung oder als Kontaktpersonen von pflegebedürftigen Angehörigen bei der Anmeldung im Impfzentrum für diese Priorisierungen Nachweise vorlegen müssen. Hierzu zählen z. B. Arbeitgeber-Bescheinigungen, ärztliche Atteste, Pflegegutachten. Können die Nachweise nicht erbracht werden, müssen die Personen von den Mitarbeitern des Impfzentrums wieder nach Hause geschickt werden. Das Team des Impfzentrums muss sich an die Vorgaben der bundesweiten Corona-Impfverordnung halten und die Priorisierungen überprüfen.