Impfungen erfolgreich gestartet – Weiterer Ablauf abhängig von Verfügbarkeit des Impfstoffes – Registrierung ab sofort möglich

14.01.2021
Das Impfzentrum in der Lohrer Spessarttorhalle steht bereit und könnte ab sofort mit den Impfungen starten. Allerdings ist dies davon abhängig, wie viel Impfstoff der Landkreis in den kommenden Tagen und Wochen erhält. Noch sind die mobilen Impfteams in den Alten- und Pflegeheimen in Main-Spessart im Einsatz, um die Bewohnerinnen und Bewohner sowie das Pflegepersonal zu impfen. Denn sie gehören zur höchsten „Priorisierungsgruppe“, d.h. zu den besonders gefährdeten Personen.

Direkt nach Weihnachten - am 27.Dezember – wurde in der Otto und Anna Herold-Stiftung in Karlstadt mit den Impfungen begonnen. Insgesamt sind in den Pflegeeinrichtungen im Landkreis rund 1500 Bewohner und etwa 1000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zu impfen. 
Jede Person benötigt zwei Impfungen im Abstand von einigen Wochen, um einen wirksamen Schutz zu erhalten. Auch dies muss bei den Planungen berücksichtigt werden. 

„Wenn wir diesen besonders wichtigen Schritt im Impfplan abgeschlossen haben, haben wir viel gewonnen“, so Landrätin Sabine Sitter. Denn wenn die Bewohnerinnen und Bewohner in den Heimen wirksam vor Covid19 geschützt sind, kann hier die Isolation beendet werden und wieder Leben einziehen. Ein Zustand, der von allen Betroffenen und ihren Angehörigen sehnlichst erwartet wird. „Ich bitte daher um Verständnis, dass die Senioreneinrichtungen oberste Priorität haben“, so die Landrätin.

Nach den Pflegeeinrichtungen kommen zunächst die über 80-Jährigen an die Reihe! 
Nachdem der Impfstoff derzeit nur in geringen Mengen zur Verfügung steht, wird das in Lohr eingerichtete Impfzentrum vorerst nur eingeschränkt in Betrieb gehen können. Dort werden dann – wenn die Impfungen in den Pflegeeinrichtungen zum Abschluss kommen - zunächst die über 80-Jährigen an die Reihe kommen. Anspruch darauf haben in Main-Spessart knapp 10.000 Frauen und Männer.  
Erst danach folgen weitere Priorisierungsgruppen. Wann dies allerdings der Fall sein wird, hängt davon ab, wie viel Impfstoff uns in den kommenden Wochen zur Verfügung gestellt wird. Bei der Reihenfolge verfahren wir strikt nach nach den Vorgaben, hiervon gibt es keine Ausnahmen. Grundlage hierfür ist die Empfehlung der Ständigen Impfkommission (Stiko). 
Alle über 80-Jährigen Einwohner des Landkreises werden in denkommenden Tagen ein Informationsschreiben dazu erhalten. 

Der Landkreis ist gut vorbereitet, das Impfzentrum steht bereit und die mobilen Teams arbeiten bereits erfolgreich“, so Verwaltungsleiter Andreas Hafenrichter „Entscheidend für die Durchführung der Impfungen ist nun in erster Linie die Menge des Impfstoffes, die wir erhalten.

Dies liegt nicht in unserer Hand, daher können wir momentan nur kurzfristig planen. Haben Sie daher bitte Verständnis, wenn nicht alle Abläufe zu Beginn vielleicht so reibungslos ablaufen, wie wir uns dies alle wünschen würden.“ 

Registrierung zwingend erforderlich! 
Impftermine für das Impfzentrum werden derzeit nicht vergeben, aber die Registrierung kann bereits durchgeführt werden. Diese ist für eine Impfung auch zwingend erforderlich. Wir bitten hierfür vorrangig das Online-Registrierungssystem unter www.impfzentren.bayernexterner Link zu nutzen, weisen aber darauf hin, dass mit jeder E-Mail-Adresse nur eine Person registriert werden kann. 
Pro Person muss also eine separate E-Mail-Adresse vorliegen. Sollte dies nicht möglich sein oder kein Internetzugang zur Verfügung stehen, kann die Registrierung auch telefonisch über unsere Hotline unter Tel.: 0 93 53 / 793 – 15 55 erfolgen. Wir bitten hier allerdings um Verständnis, 
wenn es zu längeren Wartezeiten kommt.  

Sobald vom Impfzentrum buchbare Termine in das System eingestellt werden – dies wird voraussichtlich ab der dritten Kalenderwoche der Fall sein - erhalten registrierte Personen eine Einladung zur persönlichen Terminbuchung. Eine weitere Kontaktaufnahme mit dem Impfzentrum ist nicht erforderlich. Sie werden automatisch kontaktiert, sobald Sie an der Reihe sind. Bitte verzichten Sie auch auf Nachfragen, da dies die Kapazitäten unseres Impfzentrums belastet und zu Verzögerungen im Ablauf der Terminvereinbarungen führt. 

Impfungen erfolgen streng nach der Zugehörigkeit zu den Prioritätengruppen 
Die Zuweisung eines Impftermins erfolgt unabhängig von der Reihenfolge des Eingangs der Registrierung. Eine möglichst schnelle Registrierung führt also nicht automatisch zu einem schnellen Impftermin. Die Vergabe der Impftermine orientiert sich vielmehr streng an der Zugehörigkeit zu der jeweils aufgerufenen Prioritätengruppe. So wird sichergestellt, dass immer die besonders gefährdeten Menschen zuerst geimpft werden. Personen, die nicht zur höchsten Priorisierungsgruppe gehören, müssen sich also leider noch etwas gedulden. Für diese Personengruppe ist es deshalb aktuell auch noch nicht notwendig, sich registrieren zu lassen. 

„Es ist uns natürlich bewusst, dass viele ältere Menschen über keinen eigenen Internetzugang verfügen, aber wir bauen hier sehr auf die Unterstützung durch deren Kinder oder Enkel, die die Registrierung für die Mutter oder die Oma übernehmen, oder gerne auch auf Nachbarschaftshilfe “, erklärt Sabine Sitter.