Erstes Treffen des Unterfränkischen Weiterbildungsverbundes Pädiatrie: Mehr Kinder- und Jugendärzte für Unterfranken gewinnen

26.11.2025

25-11-26 Erstes Treffen des WBV Pädiatrie Unterfranken_Snjezana Jakovinovic'
Foto (Snjezana Jakovinovic (Uniklinik Würzburg)): Die Teilnehmenden des ersten Treffens des Unterfränkischen Weiterbildungsverbundes Pädiatrie. Mit dabei Tanja Amersbach (1. Reihe, 4.v.l.) von der Gesundheitsregionplus Main-Spessart.

Ein neuer Schulterschluss für die kinderärztliche Versorgung in Unterfranken: Der im vergangenen März gegründete „Pädiatrische Weiterbildungsverbund Unterfranken“ traf sich am Mittwoch, 19. November 2025, erstmals zum fachlichen Austausch in der Universitätsklinik Würzburg. Mit dabei war auch Tanja Amersbach von der Gesundheitsregionplus Main-Spessart.

„Mit dem Verbund wird eine qualitativ hochwertige, lückenlose Weiterbildung innerhalb Unterfrankens ermöglicht. So tragen wir zur Sicherung der fachärztlichen Versorgung in Kliniken und Praxen der Region bei. Auch in Main-Spessart gehen in den nächsten Jahren einige Kinderärzte in den Ruhestand. Vom Weiterbildungsverbund erhoffen wir uns, dass gerade ländliche Praxen an Attraktivität gewinnen und die künftigen Fachärztinnen und Fachärzte motiviert werden, sich hier niederzulassen oder in bestehende Praxisstrukturen einzusteigen,“ erklärt Tanja Amersbach. Sie freut sich, dass auch zwei Kinderarztpraxen aus Main-Spessart beim neuen Verbund mitmachen.

Neue Weiterbildungsverordnung: Angehende Fachärzte müssen verstärkt in Kinderarztpraxen arbeiten
Die neue Weiterbildungsverordnung hat den Anteil ambulanter Inhalte merklich erhöht, was eine enge Zusammenarbeit der Kliniken und niedergelassenen Kinderarztpraxen erfordert. Auf Initiative der Gesundheitsregionenplus Unterfrankens und in Kooperation mit PaedNetz Unterfranken sowie der Koordinierungsstelle für fachärztliche Weiterbildung (KoStF) entstand deshalb die Idee eines regionalen Verbunds. Nach einem ersten Online-Austausch im Februar 2023 und mehreren abgestimmten Treffen bildeten die Initiatoren zusammen mit den vier unterfränkischen Kinderkliniken sowie den niedergelassenen Kinderärztinnen und -ärzten aus der Region im Frühjahr dieses Jahres den jetzt offiziell bestehenden Verbund. Als Ansprechpartner im niedergelassenen Bereich fungiert Dr. Behdjati-Lindner vom MVZ für Kinder- und Jugendmedizin Haßberge; er leitete auch die Veranstaltung vor Ort.

Beim ersten Treffen im Hörsaal der Kinderklinik standen neben organisatorischen Absprachen zwei fachliche Programmpunkte im Fokus: Dr. Anja Hauth referierte zum Thema Kopfschmerzen bei Kindern, anschließend besprach Prof. Härtel Kopfschmerzfälle aus dem stationären Bereich. Die gemeinsame Diskussion diente dem Austausch bewährter Versorgungsstrategien und der konkreten Verbesserung der Behandlungsqualität über Klinikund Praxisgrenzen hinweg.