Auftakt des Forums „Klimaanpassung in Main-Spessart“: Wie können Kommunen im Landkreis dem Klimawandel begegnen?
05.11.2025

Foto: Markus Rill / LRA MSP
Beim Auftakt des Forums „Klimaanpassung in Main-Spessart“ kamen auf Einladung des Regionalmanagements im Landratsamt 33 Vertreterinnen und Vertreter aus Kommunen und Fachstellen am 4. November auf Burg Rothenfels zusammen, darunter Bürgermeister, Kreisräte, Land- und Forstwirte und andere Interessierte. Landrätin Sabine Sitter wies in ihrer Begrüßung darauf hin, dass das Thema Klimawandel derzeit nicht im Mittelpunkt des Medieninteresses stehe, die Bemühungen um Klimaschutz und Anpassung an den Wandel aber darunter nicht leiden dürften. „Wir erleben an diesem schönen Herbsttag unsere wundervolle Natur und Heimat. Es ist unsere Pflicht, diesen Lebensraum für uns und nachfolgende Generationen zu bewahren – Klimaschutz und -anpassung sind dafür unentbehrlich“, betonte die Landrätin.
Moderatorin Dr. Sabine Hafner von der gemeinnützigen Genossenschaft KlimaKom erklärte, dass es Ziel der Veranstaltung sei, Lösungsansätze zur Klimaanpassung zu diskutieren und Hinweise zu sinnvollen Maßnahmen sowie Fördermöglichkeiten zu erhalten. Referentin Hanna Skiba vom Bayerischen Landesamt für Umwelt wies darauf hin, dass der Landkreis mit der Mainregion und dem Spessart zwei unterschiedliche Klimazonen beherberge und in den beiden Regionen zum Teil unterschiedliche Bedingungen herrschten. Sie zeigte Best-Practice-Beispiele zur Klimaanpassung aus anderen Regionen wie die Integration von Bäumen und Grünflächen ins Ortsbild oder die Schaffung von Flächen zur Wasserretention. Johannes Wolf von der Schwammregion MainWerntal und Lukas Weis von der Sinngrundallianz präsentierten die Aktivitäten der Kommunen ihres jeweiligen Bereichs zum Thema Wasser.
Anschließend erarbeiteten die Teilnehmenden in Gruppen zu den Themenfeldern „Mensch und Siedlung“, „Natur und Landnutzung“, „Infrastruktur, Versorgung und Wirtschaft“ sowie „Öffentlichkeitsarbeit und Sensibilisierung“, was die größten Herausforderungen für die Klimaanpassung sind und wie ihnen auf Landkreisebene begegnet werden kann. Die wichtigsten Erkenntnisse aus den Gruppen-Workshops wurden anschließend im Plenum vorgestellt. Dabei wurde deutlich, dass die Folgen des Klimawandels in Main-Spessart schon spürbar sind und Klimaschutz sowie -anpassung in den verschiedenen Handlungsbereichen dringend nötig sind. Dazu gibt es bereits eine Reihe guter Ansätze. Philipp Mähler, Projektmanager Energiewende im Landratsamt, betont: „Der Landkreis hat sich zum Ziel gesetzt, bis zum Jahr 2035 rein rechnerisch Energie-autark zu sein. Das ist ein äußerst anspruchsvolles Ziel. Im Stromsektor hat sich der Landkreis schon von rund 47 Prozent im Jahr 2013 auf knapp 70 Prozent verbessert. Wir dürfen in unseren Bemühungen nun nicht nachlassen.“
Das Regionalmanagement plant in den nächsten Jahren auf Grundlage der beim Auftakt gewonnenen Erkenntnisse unter anderem Veranstaltungen und Exkursionen, um Austausch und Vernetzung der verschiedenen Akteure zu fördern. Das Forum Klimaanpassung als Projekt des Regionalmanagements Main-Spessart wird gefördert vom Bayerischen Staatsministerium für Wirtschaft, Landesentwicklung und Energie.

